Ein Gauturnfest klingt nach einer Siegerehrung. In der Halle sind es dann sechs. Kinder WK 7, Kinder WK 4, Jugend WK 5, Jugend WK 2, Aktive WK 1, Senioren – und in jeder dieser Gruppen stehen drei Turnerinnen und Turner auf dem Podest, bevor überhaupt die ersten Gerätefinals beginnen. Aus 180 Teilnehmenden werden so schnell 300 Medaillen. Wer die Grundlagen zu Form, Material und Veredelung sucht, findet sie bei den individuellen Medaillen; hier geht es um die Frage, warum die Stückzahl im Turnen nicht aus der Teilnehmerzahl folgt, sondern aus der Wettkampfstruktur.

Warum Turnen anders ist als Laufen

Beim Straßenlauf ist die Ehrungslogik eindimensional. Ein Start, eine Ergebnisliste, Altersklassen in Fünf-Jahres-Schritten, drei Plätze je Klasse. Der Medaillenbedarf ergibt sich aus einer Multiplikation, die jeder im Kopf rechnet: Klassen mal drei. Wer 14 Altersklassen ausschreibt, braucht 42 Medaillen, und diese Zahl steht fest, bevor der erste Läufer im Ziel ist.

Im Gerätturnen ist die Ergebnisliste zweidimensional. Ein zwölfjähriges Mädchen in der Wertungsklasse 3 und ein gleichaltriges Mädchen in der Wertungsklasse 6 turnen am selben Tag an denselben vier Geräten und tauchen trotzdem in völlig getrennten Wertungen auf. Die Altersklasse allein sagt nichts darüber, gegen wen jemand antritt. Erst die Kombination aus Altersklasse und Wertungsklasse bildet eine Wettkampfgruppe – und jede dieser Gruppen hat ihr eigenes Podest.

Die Wertungsklassen WK 1 bis WK 10 sind dabei keine Altersstufen, sondern Anforderungsstufen. Die Zählung läuft gegenläufig zur Erwartung: WK 1 verlangt die höchsten Schwierigkeiten, WK 10 markiert den Einstieg. Ein Verein, der eine starke Jugendmannschaft hat, meldet dieselbe Altersklasse deshalb oft zweimal – einmal in einer hohen WK für die Leistungsspitze, einmal in einer niedrigeren für die Breite. Zwei Meldungen, zwei Podeste, ein Jahrgang.

Dazu kommen die Altersstufen selbst. Kinderklassen, Jugendklassen, Junioren, Aktive und Senioren sind im Turnen keine Randnotiz, sondern der Normalfall: Ein Verein mit 120 Mitgliedern bringt es leicht auf acht bis zwölf Wettkampfgruppen, weil jede Altersstufe noch einmal nach WK aufgeteilt wird. Bei den Aktiven und Senioren kommt ein zweiter Effekt hinzu – dort turnen Menschen, die seit 30 Jahren dabei sind, und ein Sieg in der Seniorenklasse WK 2 hat für sie einen anderen Wert als der dritte Platz einer Jugendklasse. Das schlägt sich in der Ausführung nieder, nicht in der Stückzahl.

Und dann sind da noch die drei Wettkampfformen, die in einem einzigen Verein parallel existieren und völlig unterschiedliche Ehrungslogiken mitbringen.

WettkampfformEhrungslogik
Gerätturnen nach WK, Altersklassen in WK 1 bis 10Podest je Wettkampfgruppe, zusätzlich Geräte- und Mannschaftswertung
Kinderturnen ohne WK-Einteilung, Stationsbetrieb oder ShowteilTeilnahme für alle, keine Platzierung, Medaille als Erinnerung
Leistungszentrum und Kader, wenige Athletinnen und AthletenEinzelstücke mit hoher Wertigkeit, oft Pokal oder Plakette

Aus dieser Dreiteilung folgt die wichtigste Konsequenz für die Bestellung: Ein Turnverein braucht kein Medaillenmodell, sondern ein Medaillen-Set. Vier bis sechs Positionen, die zusammen eine Siegerehrung tragen – Podestmedaillen für das Gerätturnen, Teilnahme-Medaillen für das Kinderturnen, eine kleine Serie für Gerätefinals und Sonderwertungen, dazu eine repräsentative Ausführung für Kader und langjährige Mitglieder. Wer nur eine Medaille bestellt, entscheidet am Tag der Siegerehrung, wer keine bekommt.

Die Rechnung: Teilnehmer × Altersklassen × Platzierungen

Die Mengenplanung im Turnen scheitert selten an der Multiplikation, sondern an der Vollständigkeit. Man muss nicht rechnen können, man muss alle Posten kennen. Ein Rechenbeispiel aus einem Kreisverein mit 480 Teilnehmenden an einem Gauturnfest:

PositionGauturnfest, 480 TeilnehmendeLandesturnfest, 900 Teilnehmende
Wettkampfgruppen (Altersklasse × WK)2240
Mehrkampfpodest, 3 Plätze je Gruppe66120
Gerätefinals, 8 beziehungsweise 12 Blöcke × 4 Geräte × 396144
Vereins- und Mannschaftswertung612
Kinderturnen, Teilnahme für alle120250
Kampfrichter, Helfer, Aufbau4080
Trainer und Betreuer2040
Summe348646

348 Medaillen für ein Wochenende, 646 für ein Landesturnfest. Das Verhältnis liegt in beiden Fällen bei rund 0,7 Medaillen pro Teilnehmenden – ein Wert, der sich in unseren Anfragen immer wieder einstellt, sobald Gerätefinals und Kinderturnen mitgezählt werden. Wer nur den Mehrkampf rechnet, kommt auf 0,14 und bestellt anschließend dreimal nach.

Jetzt greift der MOQ. Unser Mindestbestellwert liegt bei 100 Stück pro Modell, und jede Ausführung zählt als eigene Position. Beim Gauturnfest mit 348 Stück verteilen sich die Podestmedaillen auf Gold, Silber und Bronze – das sind drei Positionen mit je 54 Stück für den Mehrkampf und je 32 Stück für die Gerätefinals. Keine dieser Positionen erreicht 100. Wer korrekt bestellt, ordert also dreimal 100 Podestmedaillen und dazu eine vierte Position für die 180 Teilnahme- und Helfermedaillen: 480 Stück für einen Bedarf von 348.

Das ist die Falle, und sie ist nicht auflösbar, sondern nur planbar. Drei Wege führen daran vorbei. Erstens: die Reserve bewusst einplanen und Medaillen ohne Jahreszahl auf der Vorderseite bestellen, sodass 132 Stück in die Folgesaison wandern. Zweitens: das Turnfest und den Saisonabschluss desselben Vereins auf ein Design legen, damit aus zwei kleinen Bestellungen eine große wird. Drittens: prüfen, ob Gold, Silber und Bronze wirklich drei Ausführungen brauchen – dazu im nächsten Abschnitt mehr. Wie sich die Stückzahl aus verschiedenen Wettkampfformaten herleitet, steht ausführlich unter wie viele Medaillen brauche ich.

Farbcodierung ohne neue Form

Die naheliegende Lösung für zehn Wertungsklassen wäre, zehn Medaillen zu entwerfen. Das ist der teuerste Weg, den ein Verein gehen kann, und er ist technisch nicht nötig. Form und Farbe sind im Druckguss zwei getrennte Dinge: Die Form entsteht aus Formenstahl, die Kontur wird per Funkenerosion eingesenkt, und diese Form ist für alle Farbvarianten dieselbe. Unterschieden wird erst in der Galvanik und an der Farbstation.

Technisch bedeutet das: Eine runde Medaille hat vier Angüsse, wird auf einer 88-Tonnen-Druckgussmaschine aus Zamak 3, 5 oder 7 mit einer Dichte von 6,7 g/cm³ gegossen, die Wandstärke liegt bei mindestens 2 mm, der Schmelzpunkt bei 385 °C. Diese Parameter ändern sich nicht, wenn dieselbe Medaille später vergoldet, versilbert oder in Bronzetönen ausgeführt wird. Ein Werkzeug, ein Urformaufwand, beliebig viele Farbstellungen – solange die Kontur bleibt.

Deshalb empfehlen wir eine Trennung der beiden Ebenen, die im Turnen ständig verwechselt werden: Die Galvanik zeigt die Platzierung, die Einlegefarbe zeigt die Wertungsklasse.

PlatzierungGalvanik-Ausführung
1. PlatzGoldfarbene Galvanik, poliert
2. PlatzSilberfarbene Galvanik, poliert
3. PlatzBronzefarbene Galvanik, poliert
WertungsklasseEinlegefarbe und Band
WK 1 bis 3dunkle Einlegefarbe, Band in Vereinsfarbe
WK 4 bis 6mittlere Einlegefarbe, Band zweifarbig
WK 7 bis 10helle Einlegefarbe, Band in Grundfarbe

Diese Logik hat einen praktischen Vorteil, der auf der Siegerehrung sofort sichtbar wird: Von der Tribüne aus erkennt man am Band, welche Wertungsklasse gerade aufgerufen wird, und an der Medaille, welcher Platz vergeben wird. Zwei Informationen, eine Form, keine zusätzliche Gussform.

Wichtig ist die Reihenfolge der Kosten. Galvanik ist der aufwendigste Schritt, Lackierung liegt darin, Elektrophorese darunter. Wer also Feinheiten differenzieren will, ohne das Budget zu sprengen, differenziert über die Bandfarbe – sie berührt weder Form noch Galvanikbad – und nicht über eine zusätzliche Galvanikvariante. Die Einlegefarbe liegt dazwischen: Sie verlangt eine Vertiefung, aber keine neue Form.

Für die Vertiefung gelten klare Mindestmaße, abhängig vom Verfahren: Weichemaille braucht 0,3 mm, Hartemaille-Imitat 0,5 mm, deckender Glaslack 0,5 mm und transparenter Glaslack ebenfalls 0,5 mm. Beim transparenten Glaslack kommt eine Besonderheit hinzu – die Rückseite braucht ein Hitzeband, weil die Farbe sonst beim Einbrennen ausläuft. Wer eine Wertungsklasse über eine transparente Farbe codieren will, sollte das vor der Formfreigabe entscheiden, nicht danach. Der Unterschied zwischen den beiden wichtigsten Verfahren ist unter Weichemaille oder Hartemaille im Detail beschrieben.

Die Galvanik selbst läuft in neun Schritten. Kernstationen sind die alkalische Verkupferung mit 500 Sekunden, die saure Verkupferung über 20 bis 60 Minuten, die Farbgebung und die Trocknung im Tunnelofen bei 100 °C über 40 Minuten. Anschließend folgt die Klarlackversiegelung – sie ist der Grund, warum eine Medaille nach drei Hallensaisons noch nicht angelaufen ist, wenn sie zwischen den Wettkämpfen in einer Kiste lag. Für die Farbstation nach der Galvanik gilt: 60 bis 70 °C über 60 bis 90 Minuten für die halbgehärtete Zwischenstufe, danach 100 °C über 60 Minuten für die vollständige Aushärtung.

Fünf Fehler, die wir jede Saison sehen

Freigabe ohne physisches Muster. Die häufigste Ursache für Enttäuschungen ist eine Freigabe per Bildschirm. Ein Farbton auf einem kalibrierten Monitor und derselbe Farbton als Emaille auf Metall sind zwei verschiedene Dinge, und ein Vereinsblau kippt dabei sichtbar ins Violette. Wir produzieren Muster in 7 bis 10 Tagen; wer diese Zeit nicht einplant, gibt frei, was er nicht gesehen hat. Ein freigegebenes Muster sollte anschließend als Chargenreferenz hinterlegt werden, damit die Nachbestellung im Folgejahr nicht anders aussieht.

Zu breite Bänder. Ein breites Band wirkt auf dem Tisch wertig und am Hals wie ein Gurt. Bei 40-mm-Medaillen für Kinderklassen ist ein schmales Band die richtige Wahl, bei 60 mm darf es breiter sein. Entscheidend ist das Verhältnis zur Öse: Ein Band, das breiter ist als die Öse fasst, legt sich in Falten und rutscht bei jedem Bücken. Für Kinder unter zehn Jahren ist der Karabinerhaken die robustere Befestigung, weil er sich nicht verbiegt.

Kein Platz für die Laserung. Name, Verein und Jahr werden per Lasergravur aufgebracht – das ist das Verfahren für variable Daten, weil keine Form und kein Druckträger dafür nötig ist. Der Fehler passiert davor: Ein Design, das die Vorderseite vollständig mit Relief und Farbe füllt, lässt auf der Rückseite keinen ruhigen Bereich übrig. Wer 480 Medaillen mit individuellen Namen bestellt, braucht eine definierte Gravurfläche mit ausreichend Rand, sonst landet der Name auf einer Kante. Details dazu stehen unter Medaillen mit Gravur. Alternativ lässt sich die Rückseite im UV-Druck bedrucken, plan oder mit einem 3D-Versatz von bis zu 7 mm – das erlaubt sogar eine leichte Reliefwirkung ohne Formänderung.

Bestellung drei Wochen vor dem Wettkampf. Rechnen Sie mit: 24 Stunden für das Angebot, 24 Stunden für den Designentwurf, 7 bis 10 Tage für das Muster, 7 bis 15 Tage für die Serienfertigung. Das sind im günstigsten Fall knapp vier Wochen, in denen nichts dazwischenkommen darf – und in denen das Muster noch Korrekturen auslösen kann. Drei Wochen vor dem Turnfest bestellt nur, wer auf das Muster verzichtet. Bei einer reinen Prägung ohne Farbe geht das meist gut, bei einem farbigen Vereinswappen mit drei Tönen ist es ein Risiko, das man nicht eingehen muss.

Teilnahme und Podest im gleichen Design. Wenn die Medaille für alle und die Medaille für Platz eins dieselbe Vorderseite und dasselbe Band haben, ist die Ehrung entwertet. Der Unterschied muss auf zwei Metern erkennbar sein – über die Galvanik, über die Größe oder über das Band. Das kostet keine zweite Form, nur eine Entscheidung.

Medaille, Pokal, Plakette in der Jahresplanung

Turnvereine bestellen selten nur Medaillen. In der Jahresplanung tauchen drei Kategorien auf, und sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Wir fertigen alle drei und sehen in den Anfragen immer dieselbe Verwechslung: Es wird nach dem Stückpreis verglichen, obwohl die Kategorien unterschiedliche Funktionen haben.

KriteriumMedaillePokalPlakette
FunktionEhrung der Person, viele EmpfängerRepräsentation des Sieges, wenige EmpfängerDokumentation, Wand oder Vitrine
Stückzahl pro Anlasshoch, oft 100 bis 800niedrig, oft 1 bis 20mittel, oft 10 bis 60
Verleihungam Band, direkt am KörperÜbergabe auf der BühneÜbergabe oder Aushang
Dauerhaftigkeit der Erinnerungpersönlich, mitnehmbarortsgebunden im Vereinortsgebunden, sichtbar für Besucher
Typischer Einsatz im TurnenMehrkampf, Gerätefinals, KinderturnenVereinsmeister, Wanderpokal, JubiläumEhrung von Kampfrichtern, Sponsoren, langjährigen Mitgliedern
Planungsaufwandhoch, weil Stückzahl und Farblogik zusammenpassen müssenniedrig, weil Einzelstückemittel, weil Text und Layout abgestimmt werden

Die praktische Aufteilung für einen Verein mit sechs Wettkampfgruppen sieht meist so aus: Medaillen für alle Platzierungen und Teilnahmen, ein Pokal für die Vereinsmeisterschaft und die Wanderpokal-Runde, Plaketten für die Ehrung von Kampfrichtern und für die Wand im Vereinsheim. Der Pokal ersetzt keine Medaille, und die Medaille ersetzt keinen Pokal – wer beides gegeneinander ausspielt, spart an der falschen Stelle. Medaillen lassen sich über die Saison nur dann günstig produzieren, wenn mehrere Anlässe auf ein Design gebündelt werden und die Reserve für den nächsten Wettkampf gleich mitgedacht ist.

Bei den Stückpreisen arbeiten wir mit Staffelpreisen nach Menge; konkrete Preise nennen wir im Angebot, weil sie von Material, Größe, Veredelung und Stückzahl abhängen und eine Pauschalzahl auf dieser Seite niemandem hilft.

Zeitplan für ein Turnjahr

Die deutsche Turnwettkampfsaison hat zwei Schwerpunkte: die Hallensaison mit den Bezirks- und Landesmeisterschaften im Winter und die Turnfeste im Sommer. Rückwärts gerechnet bleibt zwischen Meldung und Siegerehrung erstaunlich wenig Luft.

PhaseZeitpunktDauer
Bedarf erfassen, Wettkampfgruppen zählen8 bis 10 Wochen vorherlaufend
Designentwurf und Angebotdanach24 Stunden
Muster bestellen und prüfen6 bis 8 Wochen vorher7 bis 10 Tage
Musterfreigabe und Bestellung5 bis 6 Wochen vorher–
Serienfertigungdanach7 bis 15 Tage
Qualitätskontrolle und Versand3 Wochen vorher–
SiegerehrungTurnfest oder Meisterschaft–

Unsere Tageskapazität liegt bei über 30.000 Stück. Eine Bestellung über 480 Medaillen ist damit ein Bruchteil eines Produktionstages – der Engpass ist nie die Maschine, sondern die Freigabe. Jede Lieferung durchläuft eine dreistufige Qualitätskontrolle, und wir liefern zu 100 % entsprechend der freigegebenen Spezifikation. Wir fertigen seit 2010 in Huizhou in der Provinz Guangdong, mit Büro in Dongguan, und beliefern Vereine und Verbände in über 50 Ländern.

FAQ

Wie viele Medaillen braucht ein Turnfest mit 400 Teilnehmenden?

Rechnen Sie mit 250 bis 300 Stück. Entscheidend ist nicht die Teilnehmerzahl, sondern die Zahl der Wettkampfgruppen: Altersklasse mal Wertungsklasse, dazu Gerätefinals, Vereinswertung, Kinderturnen und die Ehrung von Kampfrichtern und Trainern. Ein Gauturnfest mit 480 Teilnehmenden kommt in unserer Erfahrung auf rund 350 Medaillen.

Gilt der MOQ von 100 Stück pro Farbe oder pro Form?

Der MOQ liegt bei 100 Stück pro Modell und Ausführung. Gold, Silber und Bronze sind drei Ausführungen, also drei Positionen. Deshalb bestellen Vereine entweder bewusst auf Reserve, bündeln mehrere Anlässe auf ein Design oder reduzieren die Farbvarianten zugunsten einer Differenzierung über das Band.

Können wir für jede Wertungsklasse eine eigene Medaille bekommen, ohne zehn Formen zu bezahlen?

Ja. Die Form bleibt gleich, unterschieden wird über die Galvanik und die Einlegefarbe. Eine runde Medaille wird auf einer 88-Tonnen-Maschine mit vier Angüssen gegossen; ob sie danach vergoldet oder versilbert wird, ändert nichts an der Form. Zehn Wertungsklassen bedeuten aber zehn Bestellpositionen – technisch möglich, kaufmännisch nur bei entsprechender Stückzahl sinnvoll.

Wie lange dauert die Lieferung, wenn wir kurzfristig bestellen?

Der Designentwurf kommt in 24 Stunden, ein Muster in 7 bis 10 Tagen, die Serienfertigung dauert 7 bis 15 Tage. Dazu kommen Transport und Zollabwicklung. Wer drei Wochen vor dem Wettkampf bestellt, kann kein Muster mehr freigeben – bei farbigen Wappen raten wir davon ab.

Kann jeder Medaille ein Name zugeordnet werden?

Ja, per Lasergravur auf der Rückseite. Das Verfahren eignet sich für variable Daten wie Name, Verein und Jahr, weil dafür keine Form und kein Druckträger nötig ist. Voraussetzung ist eine freie Gravurfläche im Design – sie muss vor der Formfreigabe eingeplant werden, nicht danach.

Welche Medaillengröße ist für Kinderklassen sinnvoll?

Für Kinder unter zehn Jahren hat sich 40 mm bewährt, für Jugendliche 45 bis 50 mm, für Aktive und Senioren 50 bis 60 mm. Bei 40 mm bleibt die Wandstärke bei mindestens 2 mm, das Gewicht ist also gering, aber die Medaille wirkt nicht wie ein Anstecker. Für Podestmedaillen in Kinderklassen ist ein schmales Band mit Karabinerhaken die praktischere Wahl.

Siegerehrung planen: drei Angaben reichen

Der schnellste Weg zu einem belastbaren Angebot ist eine kurze Nachricht mit drei Angaben: die Zahl der Wettkampfgruppen mit Altersklasse und Wertungsklasse, die geplanten Ehrungsstufen – Mehrkampf, Gerätefinals, Kinderturnen, Helfer – und das Datum der Siegerehrung. Daraus leiten wir die Stückzahlen ab, schlagen eine Farblogik vor und rechnen die Positionen in Staffeln.

Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden einen Designentwurf und ein Angebot mit gestaffelten Stückzahlen. Für die Podestserie eines Turnvereins reicht in der Regel eine Form; die Teilnahme- und Sondermedaillen laufen als zweite Position mit derselben Kontur. Wer die sportartspezifischen Varianten vergleichen will, findet sie unter Sportmedaillen, die vereinsspezifischen unter Vereinsmedaillen.