Zwölf Mannschaften, zehn Spieler im Kader, ein Wochenende in einer Dreifachhalle: Die Rechnung beginnt harmlos. Drei Teams stehen am Ende auf dem Podest, das sind 30 Medaillen. Dann kommt der MVP dazu, der Topscorer, der Best Defender – und ein All-Tournament-Team mit fünf Spielern. Damit liegt der Ausrichter bei 38 Stück. Und weil der gastgebende Verein seine beiden Mannschaften nicht mit leeren Händen nach Hause schickt, kommen 20 Teilnahme-Medaillen dazu: 58 Medaillen für ein Turnier, das nach 30 klang.

Genau an dieser Stelle brechen viele Kalkulationen. Wer Basketball ausrichtet, plant nicht eine Siegerehrung, sondern drei bis vier Ehrungsstufen parallel – und die folgen selten dem Muster, das man aus Handball oder Fußball kennt. Wir gießen seit 2010 in Huizhou (Guangdong) Medaillen für Sportvereine und sehen in jeder Saison, wo die Stückzahlen kippen und wo ein Vereinswappen an der Gussform scheitert. Wer die Grundlagen zu Formen, Material und Veredelung sucht, findet sie bei den individuellen Medaillen; hier geht es um die Basketball-spezifische Seite.

[Bild: basketball-medaillen-verein-ratgeber.jpg — Gold-, Silber- und Bronzemedaillen mit Basketballmotiv, eingeprägtem Vereinswappen und Bändern in Vereinsfarben auf dunklem Hallenboden]

Warum Basketball-Ehrungen anders aufgebaut sind

Der erste Unterschied ist die Kadergröße. Ein Handballteam meldet 14 bis 16 Spieler, ein Basketballteam steht mit 12 im Scoresheet – und anders als im Handball, wo die zweite Welle durchwechselt, sitzen im Basketball drei bis vier Spieler über weite Strecken auf der Bank. Trotzdem gehört jedem von ihnen die Podestmedaille. Ein dritter Platz bedeutet im Basketball also nicht fünf Medaillen für die Starting Five, sondern zehn bis zwölf, je nachdem ob Trainer und Betreuer mitgeehrt werden. Wer mit der Faustformel aus dem Fußball rechnet, liegt systematisch zu niedrig.

Der zweite Unterschied ist die Statistik-Kultur. Basketball lebt von Zahlen, und diese Zahlen erzeugen eigene Auszeichnungen. Topscorer, MVP, Best Defender, bester Rebounder, Fairplay – das sind keine Erfindungen von Turnierveranstaltern, sondern Kategorien, die Spieler und Eltern erwarten. Bei einem gut organisierten U14-Turnier kommen so schnell fünf bis acht Einzelmedaillen zusammen, die in einem völlig anderen Design bestellt werden als die Podestserie: kleiner, mit freier Fläche für die Kategorie, oft mit Jahreszahl.

Der dritte Unterschied ist das Turnierformat. Basketballturniere laufen häufig als Rundenturnier mit Platzierungsspielen, sodass am Ende alle zwölf Teams einen Platz von eins bis zwölf haben – geehrt werden aber nur drei. Diese Lücke zwischen Platzierung und Ehrung ist der Grund, warum Teilnahme-Medaillen im Basketball eine größere Rolle spielen als in vielen anderen Sportarten. Besonders in den Altersklassen U10 und U12, wo oft ohne Tabelle gespielt wird, ist die Teilnahme-Medaille für viele Kinder die einzige Medaille des Wochenendes.

Dazu kommt 3x3. Ein 3x3-Team besteht aus vier Spielern, gespielt wird auf einen Korb, ein Spiel ist kurz und endet bei 21 Punkten oder mit Ablauf der Spielzeit. Die Ehrungslogik verschiebt sich dadurch komplett: keine zwölf Kaderplätze, kein klassisches Podest mit Mannschaftsfotos, dafür Kategorien wie Scoring Champion oder Shooting Star und sehr viele Teams pro Event. Ein 3x3-Event mit 16 Teams hat 64 Spieler – aber nur zwölf Podestplätze. Wer hier mit derselben Medaille für alle arbeitet, hat nach zwei Stunden 64 identische Stücke verteilt und keine Erinnerung geschaffen.

Und schließlich die Altersstruktur. Ein Basketballverein führt selten eine Mannschaft, sondern fünf bis acht: U10, U12, U14, U16, U18, dazu Damen und Herren, oft in Doppelbesetzung. Jede dieser Mannschaften hat einen eigenen Saisonabschluss, eigene Meister und eigene Eltern, die Fotos machen. Das ist der Punkt, an dem aus einer Bestellung über 100 Stück eine Jahresplanung über mehrere hundert wird.

Dazu kommt eine Gruppe, die in keiner Kaderliste steht: Trainer, Co-Trainer, Betreuer und Hallenwarte. In Basketballvereinen werden sie bei Meisterschaften fast immer mitgeehrt, weil sie den Spielbetrieb überhaupt möglich machen. Ein Meistertitel bedeutet deshalb selten zwölf Medaillen, sondern vierzehn bis fünfzehn. Wer diese zwei bis drei Stücke pro Team nicht einplant, bestellt im April nach – und eine Nachbestellung unter 100 Stück ist wirtschaftlich die teuerste Variante, die ein Verein wählen kann.

Die vollständige Ehrungsstruktur eines 12-Team-Turniers sieht damit so aus:

EhrungsstufeWer wird geehrtFormatStück bei 12 Teams × 10 Spielern
Meister1. Platz, kompletter KaderGold, 50 mm10
Vizemeister2. Platz, kompletter KaderSilber, 50 mm10
Dritter3. Platz, kompletter KaderBronze, 50 mm10
MVPbester Spieler des TurniersGold, 45 mm1
Topscorermeiste PunkteGold, 45 mm1
Best Defenderstärkste VerteidigungsleistungGold, 45 mm1
All-Tournament-Teamfünf SpielerGold, 40 mm5
Teilnahmedie beiden Teams des GastgebersBronze, 40 mm20
Summe58

Von der BBL bis zur Kreisliga: wer kauft wie viel

Die Bandbreite ist groß, und sie folgt nicht der Spielstärke, sondern der Frage, ob eine Liga ihre Meister ehrt oder eine Trophäe vergibt. In der BBL und der ProA dominieren Pokale und Ringe; Medaillen tauchen dort vor allem im Nachwuchs, in Camps und bei Jugendturnieren auf. Wir liefern entsprechend selten Einzelstücke in die erste Liga und sehr oft komplette Sätze in den Unterbau.

In der Regionalliga und der 2. DBB-Liga ist die Meistermedaille dagegen fester Bestandteil der Saison. Ein Team, zwölf Spieler, dazu Trainer und Betreuer: 14 bis 15 Medaillen. Das liegt unter unserem MOQ von 100 Stück pro Design, weshalb Vereine auf dieser Ebene fast immer zwei Dinge tun – sie bestellen für mehrere Altersklassen gleichzeitig oder sie legen ein Design auf, das über zwei Spielzeiten trägt und nur auf der Rückseite eine neue Jahreszahl bekommt.

In der Oberliga und der Kreisliga ist die Rechnung einfacher. Ein Verein mit sechs Jugendmannschaften und einem Kader von zehn bis zwölf Spielern kommt auf 60 bis 72 aktive Kinder und Jugendliche. Wenn jede Mannschaft am Saisonende drei Auszeichnungen vergibt – MVP, Most Improved, Fairplay – sind das 18 zusätzliche Medaillen, und mit den Meistermedaillen für zwei Titelträger (2 × 12 = 24) liegt man zwischen 100 und 115 Stück. Genau hier wird der MOQ von 100 pro Design zur realistischen Größe statt zur Hürde.

3x3 ist der Sonderfall, den wir am häufigsten nachrechnen müssen. 16 Teams mit je vier Spielern ergeben 64 Spieler. Zwölf Podestmedaillen, zwei Einzelauszeichnungen und 64 Teilnahme-Medaillen summieren sich auf 78 Stück – unter dem MOQ. Die pragmatische Lösung ist fast immer dieselbe: zwei Eventtermine der Serie auf ein Design legen, oder das 3x3-Design mit dem Saisonabschluss desselben Vereins bündeln. Ein Design, eine Form, eine Farbfreigabe, 150 Stück.

Schul-AGs und Stadtmeisterschaften liegen dazwischen. Vier bis sechs Gruppen, je zehn bis zwölf Kinder, dazu Lehrkräfte, die geehrt werden sollen: 50 bis 70 Medaillen. Auch hier gilt: entweder mit dem Verein bündeln oder die Stückzahl bewusst über 100 legen und den Rest für das nächste Schuljahr einlagern. Medaillen ohne Jahreszahl auf der Vorderseite lassen sich problemlos ein Jahr später verwenden.

Für alle Ebenen gilt derselbe technische Rahmen. Wir fertigen im Druckguss aus Zinklegierung Zamak 3, 5 oder 7, der Schmelzpunkt liegt bei 385 °C, gegossen wird auf einer 88-Tonnen-Druckgussmaschine. Die Wandstärke beträgt mindestens 2 mm, erhabene Reliefs mindestens 0,4 mm, feinste Linien mindestens 0,3 mm. Diese drei Werte entscheiden später darüber, ob ein Vereinswappen lesbar bleibt oder zu einem Farbfleck zusammenläuft.

Vereinslogo auf der Medaille: wo Basketball-Logos scheitern

Basketball-Vereinslogos haben ein wiederkehrendes Problem: Sie werden für Bildschirme und Trikots entworfen, nicht für ein 45-mm-Stück Metall. Vier Fehlerbilder sehen wir in fast jeder zweiten Anfrage.

Der erste ist die feine Kontur. Viele Wappen führen eine dünne Außenlinie, oft in Gold oder Weiß, die das Logo vom Hintergrund trennt. Auf dem Bildschirm bei 400 Pixeln ist sie klar, in der Gussform bei 0,2 mm nicht mehr. Unsere Untergrenze liegt bei 0,3 mm Linienbreite – darunter franst die Form aus, und die Linie wird in der Serienproduktion unregelmäßig. Die Lösung ist unspektakulär: Kontur auf 0,35 mm verstärken oder ganz auf eine Flächenkante umstellen, bei der das Relief selbst die Trennung übernimmt.

Der zweite ist der kleine Ball. Ein Basketball mit sichtbaren Nahtlinien ist ein beliebtes Motiv, aber die Naht besteht aus vier bis acht gebogenen Linien, die sich auf einer 40-mm-Medaille auf wenigen Millimetern drängen. Bei 0,3 mm Mindestlinienbreite bleibt zwischen zwei Nähten kaum Metall stehen. Wir raten dann zu einer reduzierten Silhouette: Ball als Fläche, zwei Nahtlinien statt sechs, dafür ein kräftigeres Relief von 0,4 mm. Das wirkt auf der Medaille plastischer als das vollständige Motiv, das im Original nur am Bildschirm funktioniert.

Der dritte ist das Monogramm. Viele kleinere Vereine führen zwei oder drei Buchstaben in einer Schreibschrift oder einer Serifenschrift mit Haarstrichen. Haarstriche unter 0,3 mm verschwinden im Guss, und bei Weichemaille läuft Farbe in die entstehenden Rillen. Wenn das Monogramm bleiben soll, empfehlen wir eine serifenlose Variante mit gleichmäßiger Strichstärke – oder das Monogramm als erhabene Fläche mit vertiefter Umgebung, sodass die Buchstaben selbst die Kontur bilden.

Der vierte ist der Farbverlauf. Ein Logo mit Gradient von Orange nach Dunkelrot lässt sich in Emaille nicht als Verlauf umsetzen; Emaille füllt Flächen. Wir trennen den Verlauf in zwei bis drei Stufen und legen die Grenze bewusst sichtbar, oft entlang einer Nahtlinie oder einer Wappenkante. Das Ergebnis wirkt grafischer als das Original, aber es wirkt sauber – und ein sichtbarer Schnitt ist immer besser als eine unscharfe Kante, die nach Produktionsfehler aussieht.

Technisch brauchen wir dafür keine Fotodatei. Ein Screenshot aus dem Instagram-Profil oder ein JPG mit 300 Pixeln Kantenlänge reicht nicht, weil sich daraus keine Gussform ableiten lässt. Ideal ist eine Vektordatei als AI, EPS, SVG oder PDF, mit Schrift in Pfade umgewandelt. Fehlt die Vektordatei, zeichnen wir das Logo nach – das kostet einen Arbeitsschritt, ist aber der Normalfall bei kleineren Vereinen. Wie das im Ablauf aussieht, steht unter Medaillen mit Logo.

Ein letzter Punkt, der oft übersehen wird: die Rückseite. Basketballvereine nutzen sie gern für Turniername, Datum und Platzierung. Bei 40 mm Durchmesser bleibt nach Rand und Bandöse wenig Fläche – Text unter 0,3 mm Strichstärke ist nicht mehr sauber lesbar. Wir setzen Rückseitentext deshalb entweder in einer klaren serifenlosen Schrift mit ausreichend Abstand oder verlegen die Information auf das Band.

Weichemaille oder Hartemaille-Imitat

Bei der Veredelung gibt es zwei Wege, und die Entscheidung hängt weniger vom Budget ab als von der Frage, wie fein das Motiv ist und wie oft die Medaille angefasst wird.

Bei der Weichemaille wird die Vertiefung mit Farbmasse gefüllt und anschließend gebrannt. Die Einlegetiefe beträgt 0,3 mm. Die Oberfläche bleibt leicht vertieft, die Farbe sitzt matt-seidig in den Flächen. Das Verfahren ist das Arbeitspferd für Jugendturniere: robust genug für eine Halle, günstiger in der Herstellung und bei großen Stückzahlen sehr gleichmäßig.

Beim Hartemaille-Imitat liegt die Einlegetiefe bei 0,5 mm. Nach dem Füllen wird die Oberfläche plan geschliffen, sodass Farbe und Metall in einer Ebene liegen. Das Ergebnis wirkt glatter und edler, die Kante zwischen Farbe und Metall ist scharf, und feine Details bleiben besser sichtbar. Der Aufwand ist höher, weil geschliffen und nachpoliert wird – das schlägt sich im Stückpreis nieder, nicht in der Lieferzeit.

MerkmalWeichemailleHartemaille-Imitat
Einlegetiefe0,3 mm0,5 mm
Oberflächeleicht vertieft, matt-seidigplan geschliffen, glatt
Kantenschärfeweich, leicht gerundetscharf, grafisch
Farbwirkungkräftig, flächiggleichmäßig, edel
Kratzfestigkeitmittelhöher
Aufwandgeringerhöher durch Schleifen und Polieren
Feine Detailsbedingt, Flächen ab 0,3 mmdeutlich besser
Typischer EinsatzJugendturniere, Teilnahme, große SätzeVereinsmeister, Jubiläen, Repräsentation

Für einen Basketballverein heißt das konkret: Podestmedaillen in Hartemaille-Imitat, Teilnahme- und Einzelauszeichnungen in Weichemaille. Die Mischung ist zulässig, weil beide Varianten dieselbe Gussform nutzen können – der Unterschied entsteht erst in der Galvanik und der Farbstation. Wer ein Design für alle Stufen verwendet, sollte allerdings die Fläche für die Kategorie freihalten, sonst sehen Meister- und Teilnahme-Medaille identisch aus und die Ehrung verliert ihren Sinn.

Vor der Farbstation durchläuft jedes Stück die Galvanik in neun Schritten. Die Kernstationen sind Entwachsen, Ultraschallreinigung, alkalische Verkupferung mit rund 500 Sekunden, saure Verkupferung über 20 bis 60 Minuten, Farbgalvanik, Trocknen im Tunnelofen bei 100 °C über 40 Minuten, Klarlack-Versiegelung und Abhängen. Die Klarlackschicht ist der Grund, warum eine Medaille nach zwei Hallensaisons noch aussieht wie im April – ohne sie läuft die Galvanik an, sobald Schweiß und Handcreme ins Spiel kommen. Details zu Legierungen und Schichtaufbau stehen unter Medaillen-Materialien.

Größe und Stärke: was in der Hand liegt

Die Größe entscheidet weniger über den Preis als über die Wirkung. Eine 40-mm-Medaille wirkt am Band wie ein Anstecker, eine 60-mm-Medaille wirkt auf der Bühne wie ein Orden. Für Basketball hat sich eine Staffelung eingespielt, die zur Ehrungsstruktur passt.

DurchmesserGewichtseindruckDetailschärfeTypischer Einsatz
40 mmleicht, handlichmittel, Flächen wirkenTeilnahme, All-Tournament-Team, U10 und U12
45 mmausgewogengutMVP, Topscorer, Best Defender
50 mmsatt, wertigkeitsehr gutPodestmedaille U14 bis Herren
55 mmwuchtigsehr gut, viel FlächeMeister, Vereinsmeister, Damen
60 mmschwer, BühnenwirkungmaximalEinzelstücke, Jubiläen, Ehrengäste

Bei allen Größen bleibt die Wandstärke bei mindestens 2 mm. Das ist keine Designvorgabe, sondern eine Gussgrenze: Dünnere Wandungen kühlen im Werkzeug zu schnell ab und bilden Lunker, die erst nach dem Polieren als matte Stelle sichtbar werden. Bei 40 mm merkt man die 2 mm als angenehmes Gewicht, bei 60 mm als echte Handvoll – der Unterschied zwischen beiden liegt nicht proportional zur Fläche, sondern deutlicher.

Ein praktischer Hinweis aus der Siegerehrung: Wer 55 oder 60 mm wählt, sollte das Band breiter wählen, sonst wirkt die Medaille am Hals wie ein Anhänger. Und wer für U10 eine 50-mm-Medaille bestellt, unterschätzt das Gewicht – die Kinder tragen sie zehn Minuten für das Foto und hängen sie danach an die Bank. 40 mm ist in dieser Altersklasse die bessere Wahl, auch weil sie im Rucksack nicht verloren geht.

Bänder und Farben: Vereinsfarben gegen Verbandsfarben

Am Band entscheidet sich, ob eine Medaille zum Verein gehört oder beliebig aussieht. Die häufigste Diskussion betrifft den Konflikt zwischen Vereinsfarben und Verbands- oder Ligafarben. Bei Meisterschaften, die ein Verband ausrichtet, erwarten Funktionäre oft dessen Farbwelt; der Verein möchte sein eigenes Blau. Die pragmatische Lösung ist eine Zweiteilung: Band in Verbandsfarben, Medaille mit Vereinswappen – oder umgekehrt, je nachdem, wer die Veranstaltung nach außen vertritt.

Für Jugendturniere hat sich eine einfache Regel bewährt: ein Band pro Platz, nicht pro Verein. Gold, Silber und Bronze am Band wiederholen die Medaillenfarbe und machen die Siegerehrung auf Distanz lesbar. Wer zusätzlich die Vereinsfarben unterbringen will, kann das über einen Streifen oder über den Aufdruck von Turniername und Datum lösen, ohne die Platzfarben zu verwirren.

Bei der Befestigung gibt es drei gängige Varianten: Sicherheitsnadel, Karabinerhaken und Kordel. Für Kinder bis U12 ist der Karabiner die freundlichere Lösung, weil er sich nicht verbiegt und nicht aufspringt. Kordeln wirken bei 3x3-Events und bei Sommerfesten auf dem Freiplatz stimmiger als klassische Bänder, weil sie weniger steif fallen. Wichtig ist, dass die Öse zur Bandbreite passt – eine zu schmale Öse schneidet nach zwei Saisons in das Band ein.

Farbtreue ist ein eigenes Thema. Emaille-Farben werden nach Farbmuster gemischt und wirken auf Metall anders als im Farbfächer. Wer eine exakte Vereinsfarbe braucht, sollte ein Freigabemuster verlangen und dieses Muster später zur Chargenreferenz erklären. Ohne Freigabe ist eine Abweichung zwischen zwei Bestellungen im Folgejahr nicht vermeidbar – und sie fällt bei einem Vereinsblau stärker auf als bei Grau.

Zur Haltbarkeit gehört auch die Lagerung. Medaillen, die ein Verein über den Sommer in einer Kiste im Geräteraum aufbewahrt, laufen an, wenn die Kiste Feuchtigkeit zieht; die Klarlack-Versiegelung schützt vor Handschweiß, nicht vor einer feuchten Kellerecke. Wer Restbestände für die Folgesaison einlagert, sollte sie in der Originaltüte lassen und trocken lagern. Für die Siegerehrung selbst genügt ein weiches Tuch, wenn Fingerabdrücke auf der polierten Fläche stören.

Zeitplan für eine Saison

Die deutsche Basketballsaison läuft von September bis April, die Siegerehrungen liegen im April und Mai. Rückwärts gerechnet bleibt erstaunlich wenig Luft, wenn Muster und Freigabe dazukommen.

PhaseZeitpunktDauer
Saisonstart, Bedarf erfassenSeptemberlaufend
Ehrungsstruktur und Altersklassen festlegenOktober bis November–
Logo-Datei prüfen, DesignentwurfDezember24 Stunden
Muster bestellen und prüfenJanuar7 bis 10 Tage
Musterfreigabe, Bestellung auslösenJanuar bis Februar–
SerienproduktionFebruar bis März7 bis 15 Tage
Qualitätskontrolle und VersandMärz–
SiegerehrungApril bis Mai–

Der kritische Punkt ist nicht die Produktion, sondern die Musterfreigabe. 24 Stunden für das Angebot, 24 Stunden für den Designentwurf, 7 bis 10 Tage für das Muster und 7 bis 15 Tage für die Serie – das sind rechnerisch rund vier Wochen, in denen nichts schiefgehen darf. Wer im März bestellt und im April ehrt, bestellt ohne Muster. Das geht bei einer reinen Prägung ohne Farbe meist gut, bei einem farbigen Wappen mit drei Pantone-Tönen ist es ein Risiko.

Ein zweiter Faktor ist der Produktionskalender. Rund um das chinesische Neujahr fährt die Fertigung in Guangdong für einige Tage herunter, und davor stauen sich Aufträge. Wer eine Siegerehrung im April sicher plant, bestellt im Januar oder Anfang Februar. Mehr zum Ablauf und zur Kapazität steht unter Medaillen-Herstellung.

Unsere Tageskapazität liegt bei über 30.000 Stück. Eine Bestellung über 300 Stück ist damit ein Bruchteil eines Produktionstages – der Engpass ist nie die Maschine, sondern die Freigabe. Deshalb besteht jede Lieferung aus einer dreistufigen Qualitätskontrolle, und wir liefern zu 100 % entsprechend der freigegebenen Spezifikation.

Typische Fehler bei Basketball-Bestellungen

Altersklassen falsch gezählt. Der häufigste Fehler ist, U10 bis U18 als fünf Mannschaften zu zählen, obwohl U12 und U14 doppelt besetzt sind. Ein Verein mit sieben Teams und je elf Spielern kommt auf 77 Medaillen statt auf 55 – und liegt damit plötzlich über dem MOQ, was die Kalkulation verändert. Zählen Sie die Teams, nicht die Jahrgänge.

Der Topscorer-Award fehlt. In fast jeder ersten Bestellung tauchen MVP und Topscorer auf, Best Defender und All-Tournament-Team dagegen nicht. Diese vier Kategorien werden am Turniertag aber vergeben, oft spontan – und dann behilft man sich mit Podestmedaillen, was die Wertigkeit verwischt. Ein Satz von 20 Einzelmedaillen in 45 mm deckt diese Fälle ab und kostet weniger als eine Nachbestellung.

Die Logo-Datei ist zu klein. Ein Screenshot aus der Vereins-App, ein Foto des Wappens auf der Hallenwand, ein JPG aus einer alten Website: In allen drei Fällen fehlt die Kontur. Wir können nachzeichnen, aber das Ergebnis ist eine Interpretation, keine Kopie. Wer eine Vektordatei beim Verein anfordert, spart einen Arbeitsschritt und eine Korrekturrunde.

Chargen-Farbabweichung ohne Freigabemuster. Zwei Bestellungen im Abstand von einem Jahr, dazwischen eine andere Farbcharge beim Vorlieferanten – und das Vereinsblau ist sichtbar anders. Ein freigegebenes Muster, das als Referenz hinterlegt wird, verhindert das. Bei Medaillen-Design erklären wir, welche Angaben dafür nötig sind.

Zu spät bestellt. April-Siegerehrung, März-Bestellung, kein Muster: Das ist der häufigste Grund, warum ein Verein beim Design Kompromisse macht. Der Vorlauf kostet nichts, die Eile kostet Qualität.

Teilnahme- und Podestmedaille im gleichen Design. Wenn beide dieselbe Vorderseite und dasselbe Band haben, erkennt am Ende niemand mehr, wer auf dem Podest stand. Ein anderes Band oder eine andere Medaillengröße löst das ohne zweite Gussform.

Band und Öse nicht abgestimmt. Ein breites Band an einer kleinen Öse verursacht Falten, ein schmales Band an einer großen Öse rutscht. Bei 55 und 60 mm gehört ein breiteres Band dazu, bei 40 mm ein schmales.

Häufige Fragen

Wie viele Medaillen braucht ein Turnier mit zwölf Mannschaften?

Bei zehn Spielern pro Kader und drei geehrten Teams sind es 30 Podestmedaillen. Mit MVP, Topscorer, Best Defender und einem All-Tournament-Team mit fünf Spielern kommen acht Einzelmedaillen dazu, mit Teilnahme-Medaillen für die beiden Teams des Gastgebers liegt die Bestellung bei 58 Stück. Wer allen 120 Spielern eine Teilnahme-Medaille gibt, landet bei 128.

Ab welcher Stückzahl produziert ihr Basketball-Medaillen?

Der MOQ liegt bei 100 Stück pro Design. Für ein Einzelturnier ist das meist mehr als nötig, deshalb bündeln Vereine mehrere Altersklassen oder zwei Termine einer 3x3-Serie auf ein Design. Bei höheren Stückzahlen greifen Staffelpreise.

Kann das Vereinswappen farbig auf die Medaille?

Ja, als Weichemaille mit einer Einlegetiefe von 0,3 mm oder als Hartemaille-Imitat mit 0,5 mm. Voraussetzung ist eine Vektordatei und eine Linienbreite von mindestens 0,3 mm; feine Konturen und Farbverläufe müssen vorher reduziert werden.

Welche Größe ist für U10 und U12 sinnvoll?

40 mm. Die Medaille ist leicht genug, um sie während der Siegerehrung zu tragen, und die Fläche reicht für ein reduziertes Wappen. Für Podestmedaillen ab U14 hat sich 50 mm eingespielt, für Meister und Repräsentation 55 mm.

Wie lange dauert die Produktion?

Das Angebot kommt in 24 Stunden, der Designentwurf ebenfalls in 24 Stunden. Muster brauchen 7 bis 10 Tage, die Serienproduktion 7 bis 15 Tage. Für eine Siegerehrung im April sollte die Bestellung deshalb im Januar oder Anfang Februar ausgelöst werden.

Können wir Medaillen ohne Jahreszahl bestellen?

Ja. Ohne Jahreszahl auf der Vorderseite lassen sich Restbestände in der Folgesaison verwenden – praktisch bei Teilnahme-Medaillen und bei Schul-AGs. Bei Meistermedaillen raten wir zur Jahreszahl, weil sie den Wert der Erinnerung ausmacht.

Siegerehrung planen: Spielplan, Altersklassen, Termin

Der schnellste Weg zu einem belastbaren Angebot ist kein Formular, sondern eine kurze Nachricht mit drei Angaben: der Spielplan oder das Turnierformat, die Anzahl der Altersklassen mit jeweiliger Kadergröße und das Datum der Siegerehrung. Aus diesen drei Punkten leiten wir die Ehrungsstruktur ab, schlagen Größen und Veredelung vor und rechnen die Stückzahlen in Staffeln.

Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden einen Designentwurf und ein Angebot mit gestaffelten Stückzahlen – ohne Musterpflicht, ohne Mindestabnahme über den MOQ hinaus. Für die Podestserie eines Basketballvereins reicht in der Regel ein Design; die Einzelauszeichnungen laufen als zweites Design mit derselben Form. Wer die Kostenstruktur vorab verstehen will, findet die Faktoren unter Medaillen günstig kaufen und die sportartspezifischen Varianten unter Sportmedaillen.

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