Der erste Start eines Regattasonntags liegt meist vor neun Uhr, der letzte Achter geht am späten Nachmittag ins Wasser, und dazwischen liegen sechzig bis achtzig Rennen. Nach jedem Zieleinlauf passiert dasselbe: Ein Boot legt am Steg an, die Besatzung steigt aus, und innerhalb von zwei Minuten muss die Medaille in der Hand des Schlagmanns sein, sonst staut sich das nächste Rennen. Diese zwei Minuten sind der eigentliche Grund, warum Regatta-Medaillen anders geplant werden als Ligamedaillen. Nicht weil Ruderer andere Medaillen mögen, sondern weil die Logistik am Steg keinen Puffer hat.
Rudervereine, Regattagemeinschaften und Landesruderverbände bestellen ihre Medaillen fast immer zwischen November und Februar, oft unter Zeitdruck, weil die Ausschreibung längst draußen ist und die Meldezahlen erst im Frühjahr feststehen. Wer in dieser Phase bestellt, trifft drei Entscheidungen, die sich später nicht mehr korrigieren lassen: die Zahl der Motive, die Verteilung von Gold, Silber und Bronze und die Frage, ob die Rückseite je Rennen individuell graviert wird.
Wir gießen seit 2010 in unserer eigenen Gießerei in Huizhou (Guangdong) und haben in dieser Zeit Regattaserien für Vereine, Regattagemeinschaften und Verbandsmeisterschaften produziert – vom Einer-Feld mit acht Teilnehmern bis zur Landesmeisterschaft mit über hundert Rennen. Wenn Sie individuelle Medaillen für eine Regatta planen, lohnt es sich, die Reihenfolge der Entscheidungen einzuhalten: erst die Award-Matrix, dann die Stückzahl, dann das Motiv, dann die Veredelung – und ganz am Ende der Termin.
Warum eine Regatta anders kalkuliert wird als ein Ligaspiel
Ein Fußballverein ehrt am Saisonende eine Mannschaft. Eine Regatta ehrt an einem Wochenende mehrere hundert Personen, und die meisten davon genau einmal. Das verschiebt das Verhältnis von Medaille zu Teilnehmer komplett. Bei einem Ligaspiel steht am Ende eine Mannschaft auf dem Podest, bei einer Regatta steht ein großer Teil des Meldeergebnisses auf dem Podest, weil in fast jedem Rennen drei Plätze vergeben werden.
Der zweite Unterschied ist die Größe der geehrten Einheit. Ein Einer ist eine Person, ein Achter sind neun – acht Ruderer plus Steuermann. Dieselbe Veranstaltung produziert also Medaillen in Stückzahlen von eins bis neun, und zwar aus derselben Serie. Praktisch heißt das: Wer die Medaillen vor der Siegerehrung nach Rennen vorsortiert und die Beutel beschriftet, spart am Steg mehr Zeit als mit jeder anderen Maßnahme. Eine unsortierte Kiste mit 600 Medaillen ist am Regattatag ein Problem, keine Auszeichnung.
Der dritte Unterschied ist die Saison. Die deutsche Regattasaison läuft von Mai bis September, die Landesmeisterschaften liegen meist im Juni und Juli, die Verbandsregatten davor. Wer im Mai ausliefern will, muss im März bestellt haben, und wer im März bestellen will, muss im Februar sein Motiv freigegeben haben. Dieser Vorlauf ist der Grund, warum Regatta-Medaillen fast immer ein Winterprojekt sind.
Die Award-Matrix: Bootsklassen, Altersklassen und Plätze
Die Award-Matrix ist die Tabelle, die vor jeder Bestellung stehen sollte. Sie beantwortet die Frage, wie viele Medaillen ein einzelnes Rennen auslöst, und sie ist der einzige Weg, die Gesamtstückzahl belastbar zu schätzen. Die Besatzungsstärke ist dabei nicht geschätzt, sondern durch die Bootsklasse vorgegeben.
| Bootsklasse | Kürzel | Besatzung | Medaillen für Platz 1 | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Einer | 1x | 1 | 1 | kleinste Einheit, oft eigenes Feld je Altersklasse |
| Doppelzweier | 2x | 2 | 2 | häufigste Jugendklasse |
| Zweier ohne Steuermann | 2- | 2 | 2 | kein Steuermann, keine dritte Medaille |
| Zweier mit Steuermann | 2+ | 3 | 3 | Steuermann wird mitgeehrt |
| Doppelvierer | 4x | 4 | 4 | kein Steuermann |
| Vierer ohne Steuermann | 4- | 4 | 4 | klassische Seniorenklasse |
| Vierer mit Steuermann | 4+ | 5 | 5 | Steuermann zählt zur Besatzung |
| Achter | 8+ | 9 | 9 | größte Einzelbestellung pro Rennen |
Auf die Grundzahl kommt der Faktor drei, weil in der Regel drei Plätze vergeben werden. Ein Achter-Feld mit sechs Booten erzeugt damit 27 Medaillen in einem einzigen Rennen, ein Einer-Feld mit zwölf Booten 36. Dazu kommen die Altersklassen: Junioren (U19), U23, Senioren beziehungsweise Elite, dazu Master A bis E und in vielen Ausschreibungen Leichtgewichtsklassen. Jede dieser Klassen ist ein eigenes Rennen mit eigener Siegerehrung, auch wenn sie am selben Tag auf derselben Strecke stattfindet.
Neben den Platzmedaillen stehen zwei Auszeichnungen, die in keiner Bootsklassen-Tabelle auftauchen. Der Mannschaftspreis geht an den Verein mit den meisten Punkten aus allen Rennen – hier wird pro Verein eine Medaille oder ein Pokal übergeben, nicht pro Athlet. Der Wanderpokal bleibt beim jeweiligen Siegerverein, bis er im Folgejahr weitergegeben wird; die Namen der Gewinnervereine werden jedes Jahr auf der Sockelplatte ergänzt. Beides sind keine Medaillen im engeren Sinn, gehören aber in dieselbe Bestellung, weil sie am selben Tag übergeben werden.
Wie viele Medaillen eine Regatta wirklich braucht
Die Rechnung ist unspektakulär, aber sie entscheidet über Budget und Formkosten: Rennen multipliziert mit drei Plätzen, multipliziert mit der durchschnittlichen Besatzungsstärke, plus rund zehn Prozent Puffer. Der Puffer ist keine Verschwendung. Er deckt Nachrücker ab, beschädigte Stücke, einen Steuermann, der kurzfristig ersetzt wird, und die eine Medaille, die am Steg ins Wasser fällt.
| Veranstaltung | Rennen | Ø Besatzung | Medaillen Plätze 1–3 | mit Puffer |
|---|---|---|---|---|
| Vereinsregatta | 30 | 3,2 | ca. 290 | ca. 320 |
| Regatta einer Regattagemeinschaft | 60 | 3,5 | ca. 630 | ca. 690 |
| Landesmeisterschaft | 90 | 3,4 | ca. 920 | ca. 1.000 |
| Meisterschaft mit Vor- und Hoffnungsläufen | 120 | 3,6 | ca. 1.300 | ca. 1.430 |
An dieser Tabelle wird das eigentliche Problem sichtbar. Unser MOQ liegt bei 100 Stück pro Design. Eine Regatta mit 690 Medaillen könnte man theoretisch auf sieben Motive verteilen – praktisch scheitert das daran, dass die Stückzahl pro Bootsklasse viel zu klein ist. Ein Achter-Feld mit sechs Booten und drei Plätzen ergibt 162 Medaillen, ein Einer-Feld mit zwölf Booten 36. Wer für jede Klasse ein eigenes Motiv gießen lässt, bezahlt sieben Formen für sieben Mal 100 Stück und hat am Ende mehrere hundert Medaillen übrig.
Die saubere Lösung ist eine neutrale Matrix mit Vereins- oder Verbandswappen, einem dezenten Rudermotiv und einer freien Rückseite. Unterschieden wird über die Galvanik – Gold, Silber, Bronze aus derselben Form – und über die Gravur auf der Rückseite. Diese Kombination deckt alle Bootsklassen, alle Altersklassen und alle Plätze ab, ohne dass ein einziges zusätzliches Werkzeug gebaut werden muss.
Was sich auf eine Rudermedaille gießen lässt
Beim Zinkdruckguss muss die Schmelze jede Vertiefung der Form füllen, bevor sie erstarrt. Je feiner die Struktur, desto schneller kühlt das Material an der Formwand ab, und desto eher bleibt eine Kante unscharf. Deshalb haben wir technische Untergrenzen, die nicht verhandelbar sind: Mindestwandstärke 2 mm, erhabenes Mindestrelief 0,4 mm, feinste darstellbare Linienbreite 0,3 mm. Alles darunter füllt sich nicht mehr zuverlässig und wird in der Nacharbeit weichgezeichnet.
Für Rudermotive ist das eine gute Nachricht, weil die stärksten Bilder ohnehin aus Flächen bestehen. Ein gekreuztes Ruderpaar, ein Paddelblatt, ein Rennboot im Profil, ein Steg mit Pfählen, ein Wellenkamm – das sind Formen mit großen zusammenhängenden Flächen und klaren Kanten. Problematisch wird es dort, wo Rudern technisch interessant wird: Ausleger, Stemmbrett, Rollbahn und die feinen Streben eines Bootsgerüsts liegen regelmäßig unter der Mindestlinienbreite.
| Motiv-Element | Als Relief gießbar | Bedingung | Typische Falle |
|---|---|---|---|
| Gekreuzte Ruder | ja, sehr gut | Schaft als Fläche, nicht als Linie | Schaft zu dünn gezeichnet |
| Paddelblatt, Bootsrumpf im Profil | ja | Silhouette geschlossen | Innenkonturen zu fein |
| Steg mit Pfählen | ja | Pfahlbreite über 0,3 mm | Perspektive erzeugt Haarlinien |
| Wellen, Wasserlinien | eingeschränkt | als Fläche, nicht als Linienraster | feine Kräuselung verschmilzt |
| Ausleger, Rollbahn, Stemmbrett | nein | zu fein für 0,3 mm | wirkt als graue Fläche |
| Vereinswappen mit Schraffur | eingeschränkt | Schraffur zu Fläche vereinfachen | Detailverlust bei kleiner Medaille |
Die praktische Konsequenz: Ein Rudermotiv sollte mit drei bis fünf klar getrennten Bildelementen arbeiten, nicht mit einer fotorealistischen Bootsszene. Wer Steg und Boot kombinieren will, sollte den Steg als Bühne und das Boot als Silhouette anlegen – zwei Ebenen, zwei Höhen, klare Trennung. Alles, was dazwischen an Detail liegt, kostet Nacharbeit. Wie weit man ein Motiv vereinfachen darf, ohne dass der Verein es nicht mehr erkennt, besprechen wir in der Designphase; Beispiele dafür stehen unter Medaillen-Design.
Zinkguss, Messing oder Acryl
Wir arbeiten mit Zamak 3, Zamak 5 und Zamak 7. Das sind Zinkdruckgusslegierungen mit einem Schmelzpunkt von 385 °C, die auf unserer 88-Tonnen-Druckgussmaschine in Serie laufen. Zamak 3 ist der Standard für Medaillen: gute Fließfähigkeit, saubere Kanten, gute Galvanikfähigkeit. Zamak 5 ist etwas fester und wird bei dünneren Querschnitten eingesetzt, Zamak 7 ist korrosionsbeständiger und für Stücke mit viel Handkontakt interessant.
| Kriterium | Zinkguss (Zamak) | Messing, gestanzt | Acryl |
|---|---|---|---|
| Reliefhöhe | bis 0,4 mm und mehr, echte Plastik | nur flach, Prägung | nur Druck, kein Relief |
| Dichte | 6,7 g/cm³ | 8,9 g/cm³ | deutlich leichter |
| Gewicht bei gleichem Volumen | Referenz | rund ein Drittel schwerer | ein Bruchteil |
| Oberfläche | 9-stufige Galvanik, Gold/Silber/Bronze | Galvanik oder Rohmessing | bedruckt, kein Metallglanz |
| Farbe | Weichemaille, Hartemaille-Imitat | Emaille möglich, Fläche begrenzt | Vollflächendruck |
| Werkzeug | Form mit Mindestmenge 100 Stück | Stanzwerkzeug | Druckvorlage |
| Typischer Einsatz | Regatta-, Meisterschafts-, Vereinsmedaille | flache Ehrenzeichen, Anhänger | Kinder- und Eventmedaillen |
Die Dichte ist bei einer Siegerehrung kein akademischer Wert. Bei identischem Durchmesser und identischer Dicke wiegt eine Messingmedaille rund ein Drittel mehr als eine Zinkmedaille, weil 8,9 gegen 6,7 g/cm³ steht. Für eine Regatta ist das selten ein Vorteil: Ein Achter bekommt neun Medaillen gleichzeitig umgehängt, und eine schwere Medaille am dünnen Band zieht. Zum Vergleich: Eisen liegt bei 7,8 g/cm³, Aluminium bei 2,7 g/cm³.
Acryl ist die günstigste Variante und für Kinder- und Breitensportveranstaltungen legitim, hat aber mit Metallmedaillen wenig gemeinsam: kein Relief, kein Gewicht, keine Galvanik. Wer eine Regatta mit Vereinswappen, Jahreszahl und Bootsklasse ausstatten will, landet fast immer beim Zinkguss. Details zu Legierungen und Verarbeitung stehen unter Medaillen-Materialien und im Beitrag zu Zamak 3, 5 und 7.
Weichemaille oder Hartemaille-Imitat
Bei der Weichemaille wird die Farbe in die Vertiefungen des Reliefs gefüllt und bleibt dort leicht zurückgesetzt stehen. Das Verfahren ist robust, farbintensiv und günstig, weil die Farbflächen nicht geschliffen werden müssen. Beim Hartemaille-Imitat wird die Farbe ebenfalls eingefüllt, danach aber bis zur Reliefkante abgeschliffen und poliert – die Oberfläche wird glatt, Metall und Farbe liegen auf einer Ebene.
Der entscheidende Unterschied für die Konstruktion liegt in der Mindestgröße der Farbflächen. Bei Weichemaille braucht eine Farbinsel mindestens 0,3 mm Öffnung, damit die Farbe sauber einläuft und nicht am Rand hochsteigt. Beim Hartemaille-Imitat sind es 0,5 mm, weil beim Schleifen Material abgetragen wird und schmale Stege sonst ausbrechen. Ein fein gegliedertes Wappen mit vielen kleinen Feldern ist deshalb ein Fall für Weichemaille, nicht für Hartemaille.
| Merkmal | Weichemaille | Hartemaille-Imitat |
|---|---|---|
| Oberfläche | Farbe leicht vertieft, Relief fühlbar | glatt, Relief und Farbe auf einer Ebene |
| Mindestöffnung Farbfläche | 0,3 mm | 0,5 mm |
| Farbwirkung | kräftig, matt bis seidig | tief, glänzend, sehr edel |
| Aufwand | geringer | höher, da Schleifen und Polieren |
| Preis | günstiger | teurer |
| Empfehlung Regatta | große Felder, viele Stück | Ehrenmedaillen, Wanderpokal-Begleiter |
Vor der Emaille steht die Galvanik, und die ist bei uns eine Kette mit 9 Schritten. Sie beginnt mit einer alkalischen Kupferschicht von rund 500 Sekunden, gefolgt von einer sauren Kupferschicht über 20 bis 60 Minuten, dazwischen Spülbäder, danach die dekorative Schicht und am Ende das Trocknen im Tunnelofen bei 100 °C über 40 Minuten. Erst danach wird die Farbe eingebracht und gehärtet – entweder bei 60 bis 70 °C über 60 bis 90 Minuten oder bei 100 °C über 60 Minuten. Diese Härtung ist der Grund, warum eine Medaille auch nach einer Saison am Bootshaus noch Farbe zeigt.
Für eine Regatta mit 700 Stück ist Weichemaille fast immer die richtige Wahl: günstiger, toleranter gegenüber feinen Wappenstrukturen und in der Farbwirkung auf Distanz kräftiger. Hartemaille-Imitat lohnt sich für die Stücke, die einzeln überreicht werden – Meisterehren, Ehrennadeln für langjährige Mitglieder, Sonderauszeichnungen. Ein direkter Vergleich der beiden Verfahren steht unter Weichemaille oder Hartemaille.
Band, Kordel und die Rückseite
Das Band ist bei Regatta-Medaillen das Bauteil mit dem größten Fehlerpotenzial, weil es am Steg nass wird, an den Händen vorbeigezogen wird und danach in einer Sporttasche landet. Unsere Standardbänder messen 860 bis 900 mm in der Länge und 20 bis 30 mm in der Breite. Für Kinder- und Jugendklassen fertigen wir 800 × 20 mm, weil ein Standardband einem Achtjährigen bis zum Bauchnabel hängt und beim Aussteigen aus dem Boot im Weg ist.
Die Alternative zur Bandschlaufe ist die Kordel. Sie wirkt traditioneller, nimmt weniger Wasser auf und ist bei kleinen Medaillen mit geringem Gewicht eine saubere Lösung. Für Achter-Besatzungen ist sie weniger geeignet, weil neun Kordeln an neun Hälsen gleichzeitig ein Gedränge ergeben, das keine Kordel aushält. Die Rückseite ist der Platz, an dem eine Regatta individuell wird, ohne dass eine zweite Form nötig ist. Bewährt hat sich die Gravur von Jahr und Bootsklasse, etwa „Achter – Junioren – 2026“ oder „2x – Master B – 2026“. Diese Angabe lässt sich lasern, nachdem die Medaille galvanisiert und emailliert ist, und sie macht aus einer neutralen Vereinsmedaille eine Auszeichnung, die nach Jahren noch zuordenbar ist. Eingegossen wäre dieselbe Information ein Fehler: Eine Form mit „Achter“ im Relief ist für den Doppelvierer unbrauchbar und muss neu gebaut werden.
Zur Verpackung gehört bei Regatten mehr als eine Tüte. Bewährt hat sich die Sortierung nach Rennen: pro Rennen ein beschrifteter Beutel mit der passenden Zahl an Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen, alle Beutel in Rennreihenfolge in einer Kiste. Wer zusätzlich Etuis für die Mannschaftspreise und eine separate Kiste für Nachrücker mitführt, hat am Steg eine Struktur, die auch dann funktioniert, wenn der Zeitplan um eine Stunde verschoben ist.
Der Zeitplan vor der Saison
Regatta-Medaillen werden rückwärts geplant, vom Regattatag aus. Der Fehler, den wir am häufigsten sehen, ist nicht die zu späte Bestellung, sondern die zu späte Motivfreigabe: Der Verein bestellt im Januar, wartet drei Wochen auf die Wappenfreigabe des Vorstands, korrigiert zweimal die Schrift und steht dann im April mit einer Form da, die nicht mehr geändert werden kann.
| Schritt | Dauer | Zeitpunkt bei Regatta Mitte Mai |
|---|---|---|
| Wappen, Farben und Stückzahl intern klären | 1–3 Wochen | bis Ende Januar |
| Designzeichnung | 24 Stunden nach Auftrag | Anfang Februar |
| Muster und Freigabe | 7–10 Tage | Mitte Februar |
| Serienproduktion | 7–15 Tage | Ende Februar bis Mitte März |
| Transport und Zollabwicklung | 2–4 Wochen | März bis Anfang April |
| Sortieren und Verpacken im Verein | 2–3 Tage | Ende April |
Die Designzeichnung liegt bei uns innerhalb von 24 Stunden vor, das Muster nach 7 bis 10 Tagen, die Serienproduktion dauert 7 bis 15 Tage. Bei einer Tageskapazität von über 30.000 Stück sind auch Nachbestellungen im April noch möglich, aber sie kosten Zeit, die am Ende am Steg fehlt. Ein Puffer von sechs bis acht Wochen zwischen Bestellung und Regattatag ist realistisch, drei Wochen sind es nicht.
Beim Wappen lohnt sich ein genauer Blick auf die Rechte. Ein selbst entworfenes Vereinswappen ist unproblematisch, ein Stadt- oder Gemeindewappen ist es nicht: Es unterliegt eigenen Nutzungsregeln, und für eine Medaille, die verkauft oder über den Verein hinaus verteilt wird, sollte die Genehmigung schriftlich vorliegen. Dasselbe gilt für Grafiken, die aus dem Internet stammen. Bei den Farben arbeiten wir mit Pantone-Angaben, wohl wissend, dass Emaille kein Pantone druckt – wir treffen die Farbe so nah wie mit pigmentierter Emaille möglich und zeigen das im Muster.
Bleibt der Zoll. Medaillen aus unedlen Metallen werden bei der Einfuhr nach Deutschland nach Warennummer verzollt, auf den Zollwert aus Ware, Fracht und Versicherung kommt die Einfuhrumsatzsteuer von 19 Prozent. Für die Anmeldung braucht der Importeur eine EORI-Nummer; bei größeren Sendungen lohnt sich ein Spediteur, der die Verzollung übernimmt. Wer die Medaillen über den Verein einführt, sollte die Rechnung auf den Verein ausstellen lassen, damit die Vorsteuer abziehbar bleibt.
Häufige Fragen
Wie viele Medaillen braucht eine Regatta mit 60 Rennen?
Rechnen Sie 60 Rennen mal drei Plätze mal durchschnittlich 3,5 Personen pro Boot, also rund 630 Medaillen, plus etwa zehn Prozent Puffer. Damit liegen Sie bei knapp 700 Stück. Diese Zahl gilt für eine Regatta ohne Vor- und Hoffnungsläufe; mit Zwischenläufen steigt sie deutlich.
Reicht ein Motiv für alle Bootsklassen und Altersklassen?
Ja, wenn das Motiv neutral bleibt – Wappen plus Ruderelement, ohne eingegossene Klassenbezeichnung. Unterschieden wird über die Galvanik für Gold, Silber und Bronze und über die Rückseitengravur für Jahr und Bootsklasse. Sobald eine Klasse im Relief stehen soll, braucht jede Variante eine eigene Form und damit 100 Stück pro Design.
Bekommt ein Achter neun gleiche Medaillen?
Ja. Die Besatzung eines Achters besteht aus acht Ruderern und einem Steuermann, alle neun erhalten dieselbe Medaille. Bei einem Vierer mit Steuermann sind es fünf, beim Zweier ohne Steuermann zwei. Diese Zahl gehört in die Award-Matrix, sonst fehlen am Steg regelmäßig die Steuerleute.
Wie fein darf ein Ruderblatt oder ein Bootsrumpf gezeichnet werden?
Die feinste Linienbreite im Zinkguss liegt bei 0,3 mm, das erhabene Mindestrelief bei 0,4 mm, die Mindestwandstärke bei 2 mm. Ruderblätter und Bootsrümpfe funktionieren gut als geschlossene Silhouette. Ausleger, Rollbahnen und feine Wellenlinien liegen darunter und müssen zu Flächen vereinfacht werden.
Band oder Kordel für Regatta-Medaillen?
Für Bootsbesatzungen ist das Band die praktischere Lösung: 860 bis 900 mm lang, 20 bis 30 mm breit, für Kinderklassen 800 × 20 mm. Kordeln eignen sich für leichte Medaillen und einzelne Ehrengaben, nicht für einen Achter mit neun gleichzeitigen Übergaben.
Wie lange dauert die Lieferung, wenn die Regatta im Mai stattfindet?
Die Designzeichnung kommt in 24 Stunden, Muster brauchen 7 bis 10 Tage, die Serienproduktion 7 bis 15 Tage, dazu zwei bis vier Wochen Transport und Zollabwicklung. Bestellen Sie bis Ende Januar, damit Korrekturen am Relief noch möglich sind. Unser MOQ liegt bei 100 Stück pro Design.
Medaillen für Ihre Regatta bestellen
Wenn Sie Medaillen für Ihren Ruderverein oder Ihre Regattagemeinschaft kaufen möchten, brauchen wir zum Start nur drei Dinge: das Vereinswappen als Datei, die Renn- und Klassenzahl für die Stückzahlschätzung und den Termin der Regatta. Daraus erstellen wir innerhalb von 24 Stunden eine technische Designzeichnung mit Durchmesser, Relief, Farbzahl und Gravurfläche – kostenlos und ohne Verpflichtung.
Unsere Fabrik in Huizhou fertigt seit über 15 Jahren Metallmedaillen im Zinkdruckguss, mit eigener Druckgusslinie, 9-stufiger Galvanik und dreistufiger Qualitätskontrolle, auditiert nach BSCI, ISO 9001 und Sedex. Wir liefern in über 50 Länder und fertigen Medaillen, Bänder, Medaillenhalter, Etuis und Pokale – alles, was eine Siegerehrung braucht, aus einer Hand. Weitere Ausführungen finden Sie unter Sportmedaillen und Vereinsmedaillen.
Senden Sie uns Wappen, Rennzahl und Regattatermin – wir melden uns mit Zeichnung, Vorschlag zur Veredelung und einem Terminplan, der vor dem ersten Start im Mai liegt.



