Ein Reitturnier ist keine Siegerehrung, sondern ein Kalender voller Siegerehrungen. Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren — jede Disziplin bringt ihre eigenen Prüfungen mit, jede Prüfung ihre eigenen Klassen, und jede Klasse ihre eigenen drei Podiumsplätze. Wer Medaillen für einen Reitverein bestellt, rechnet deshalb nicht in Teilnehmern, sondern in Prüfungen. Wir fertigen seit 2010 in unserer eigenen Fabrik in Huizhou, Guangdong, Sportmedaillen und Reitmedaillen für Vereine in ganz Europa, und der Pferdesport gehört zu den Anlässen, bei denen die Stückzahlrechnung über Erfolg oder Fehlbestellung entscheidet.
Das erwartet Sie: wie Sie Medaillen nach Prüfung und Klasse kalkulieren, welche Formen im Reitsport funktionieren, warum eine einzige Form für Gold, Silber und Bronze genügt, wie Vereinswappen und Gravur zusammenspielen, wie Sie Stückzahlen und Lieferzeit vom Turnierdatum rückwärts planen — und wie Schleifen und Medaillen zu einem stimmigen Bild werden.
Warum Reitvereine anders planen als andere Sportarten
Bei einem Fußballturnier gibt es einen Sieger. Bei einem Reitturnier gibt es Dutzende. Eine Dressurprüfung der Klasse A, eine Dressurprüfung der Klasse L, eine Springprüfung, ein Stilspringen, eine Vielseitigkeitsprüfung, eine Fahrsportprüfung — und das an einem einzigen Wochenende. Dazu kommen die Altersklassen: Junioren, Junge Reiter, Senioren. Wer die Medaillen wie für eine Ballsportart plant, bestellt am Ende zu wenige.
Die zweite Eigenheit ist die Struktur des Sports. Reiten wird in Prüfungen ausgetragen, und eine Prüfung ist eine eigenständige Konkurrenz mit einer eigenen Ergebnisliste. Das bedeutet: Die Zahl der zu ehrenden Personen wächst mit der Zahl der Prüfungen, nicht mit der Zahl der gemeldeten Reiter. Ein Turnier mit 120 Nennungen kann 30 Medaillen brauchen — oder 90, je nachdem, wie viele Prüfungen ausgeschrieben sind.
Die dritte Eigenheit betrifft das Publikum. Bei einer Reitsiegerehrung steht nicht nur der Reiter auf dem Podium, sondern oft auch das Pferd, der Ausbilder, der Besitzer. Der Verein will in diesen Momenten repräsentativ auftreten, weil die Szene klein ist und weil eine gut gemachte Medaille jahrelang im Stall hängt oder in der Vitrine des Reitvereins liegt. Eine Reitmedaille ist ein Gegenstand, der lange sichtbar bleibt — anders als eine Marathonmedaille, die nach dem Ziel im Schrank verschwindet.
Und schließlich: Reitturniere sind oft Traditionsveranstaltungen. Viele Vereine vergeben seit Jahrzehnten dieselbe Grundform, dasselbe Motiv, dieselbe Farbwelt. Diese Kontinuität ist ein Wert, und sie hat eine ganz praktische Folge für die Bestellung — die Jahreszahl darf nie ins Werkzeug.
Prüfungen zählen: die Rechnung nach Klasse und Platzierung
Die Stückzahlrechnung für ein Reitturnier folgt einer einfachen Formel: Zahl der Prüfungen × drei Podiumsplätze, plus Reserve, plus Teilnehmermedaillen. Alles andere ist Ausnahme.
Der erste Schritt ist die Prüfungsliste. Nehmen Sie die Ausschreibung und zählen Sie jede einzelne Prüfung — auch die mit wenigen Nennungen. Ein Verein, der glaubt, sechs Prüfungen auszurichten, findet in der Ausschreibung häufig zehn, weil Wertungsprüfungen, Stilprüfungen und Nachwuchsprüfungen getrennt aufgeführt sind.
Der zweite Schritt ist die Entscheidung, ob jede Prüfung eine eigene Medaille bekommt oder ob mehrere Prüfungen über ein gemeinsames Motiv und nur unterschiedliche Galvanik oder Gravur laufen. Beides ist möglich, aber die zweite Variante kostet kein zweites Werkzeug.
| Anlass | Prüfungen | Podiumsplätze (3 pro Prüfung) | Realistischer Gesamtbedarf |
|---|---|---|---|
| Kleines Stallturnier, ein Tag | 3–4 | 9–12 | 40–60 inkl. Teilnehmer |
| Vereinsturnier, ein Wochenende | 6–10 | 18–30 | 80–150 |
| Reitturnier mit Nachwuchs | 10–16 | 30–48 | 150–300 |
| Vielseitigkeitstag (Dressur, Springen, Gelände) | 4–6 | 12–18 | 60–120 |
| Fahrturnier (Ein-, Zwei-, Vierspänner) | 4–8 | 12–24 | 60–140 |
Rechnen Sie immer eine Reserve ein. Bei Reitturnieren ist die häufigste Ursache für Nachbestellungen nicht der Planungsfehler, sondern die späte Nachnennung: Eine Prüfung, für die zwei Starter gemeldet waren, kann am Turniertag zehn Starter haben.
Teilnehmermedaillen: der Posten, den man vergisst
In vielen Reitsport-Disziplinen ist es üblich, nicht nur die Platzierten zu ehren, sondern alle Teilnehmer — besonders bei Nachwuchsprüfungen, bei Führzügelklassen und bei Kinderprüfungen. Diese Teilnehmermedaillen sind zahlenmäßig der größte Posten des gesamten Auftrags, und sie sind der Grund, warum ein Reitverein die Mindestbestellmenge fast immer erreicht.
Ein Beispiel: Ein Verein schreibt acht Prüfungen aus. Das ergibt 24 Podiumsmedaillen. Wenn zusätzlich 90 Kinder und Jugendliche in Führzügel-, Reiterwettbewerbs- und Nachwuchsprüfungen starten und jeder eine Teilnehmermedaille erhält, liegt der Auftrag bei über 110 Medaillen. Ein Verein, der nur die Podiumsplätze kalkuliert, bestellt zu knapp und produziert ein zweites Werkzeug für die Nachbestellung — was bei einer kleinen Auflage die Formkosten doppelt anfallen lässt.
Die Teilnehmermedaille ist deshalb so wichtig, weil sie sich gestalterisch fast kostenlos aus dem Hauptmotiv ableiten lässt. Dieselbe Form, kleinere Größe, günstigere Galvanik, dasselbe Band in einer anderen Farbe. Ein Werkzeug für Podium und Teilnahme.
Formen für den Pferdesport: Hufeisen und Pferdekopf
Der Reitsport hat etwas, das viele Sportarten nicht haben: ein sofort lesbares, jahrhundertealtes Symbolrepertoire. Ein Hufeisen, ein Pferdekopf, eine Trense, ein Zügel, ein Reiter im Sattel über einem Sprung. Diese Formen erkennt jeder — auch ein Zuschauer, der zum ersten Mal auf einem Reitturnier ist.
| Form | Wirkung | Einsatz |
|---|---|---|
| Hufeisen | klassisch, sofort erkennbar, traditionell | Hauptmotiv für Vereinsturniere, oft als Rahmen |
| Pferdekopf im Profil | elegant, sportlich, vereinsnah | Dressur und Vielseitigkeit |
| Pferdekopf mit Mähne als Freiform | modern, individuell | offene Turniere, Sponsorenveranstaltungen |
| Rund mit Pferdemotiv im Relief | seriös, viel Platz für Wappen | Standardform mit Vereinswappen |
| Reiter über dem Sprung | dynamisch, klar dem Springen zugeordnet | Springprüfungen |
| Kutsche und Gespann | spezifisch, selten, sehr individuell | Fahrturniere |
Das Hufeisen ist die meistgenutzte Form im Reitsport, und es hat einen praktischen Vorteil: Es ist ein Rahmen. Der offene Bogen des Hufeisens lässt sich um ein Vereinswappen herumführen, sodass Wappen, Turniername und Pferdesymbol in einer einzigen Form Platz finden. Diese Kombination aus Tradition und Wiedererkennbarkeit ist bei Reitvereinen seit Jahrzehnten bewährt.
Der Pferdekopf funktioniert am besten im Profil. Ein frontaler Pferdekopf wirkt schnell massiv und lässt wenig Raum für Schrift; ein Profilkopf dagegen ergibt eine klare Silhouette mit einer natürlichen Fläche für die Gravur. Bei Dressur- und Vielseitigkeitsprüfungen, die im Vereinsleben oft als die anspruchsvolleren gelten, ist der Profilkopf das passendere Motiv.
Ein Hinweis zur technischen Umsetzung: Bei einer Freiform wie einem Pferdekopf mit Mähne planen wir die Form so, dass keine filigranen Spitzen entstehen. Die minimale Reliefhöhe liegt bei 0,4 mm, und jede Kontur muss beim Guss vollständig gefüllt werden. Eine Mähne mit zu vielen feinen Spitzen führt dazu, dass einzelne Spitzen nicht ausformen — ein Motivdetail, das auf dem Entwurf gut aussieht, in der Serie aber unsauber wirkt. Wir glätten solche Details im Entwurf, bevor das Werkzeug entsteht, damit die Serie gleichmäßig wird.
Warum eine Form für Gold, Silber und Bronze reicht
Die wichtigste Kostenentscheidung bei Reitmedaillen lautet: Gold, Silber und Bronze kommen aus derselben Form. Die Unterscheidung entsteht nicht im Werkzeug, sondern in der Galvanik — der elektrolytischen Beschichtung der gegossenen Rohmedaille.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Werkzeug für jede Platzierung wäre dreimal so teuer und würde bei kleinen Auflagen den Stückpreis stark verteuern. Stattdessen gilt: Ein Motiv, ein Werkzeug, und die Farbe kommt aus dem Bad.
| Platzierung | Galvanik | Optik |
|---|---|---|
| 1. Platz | Gold | warmer, heller Glanz |
| 2. Platz | Silber (Nickel) | kühler, neutraler Glanz |
| 3. Platz | Bronze (Rotkupfer) | warmer, rötlicher Ton |
| Teilnehmer | Nickel oder Bronze | zurückhaltend, günstiger |
Für Vereine, die einen traditionsbewussteren Ton bevorzugen, gibt es die Variante Antikgold statt Hochglanzgold. Sie wirkt zurückhaltender und lässt sich mit demselben Werkzeug herstellen — nur die Galvanik unterscheidet sich.
Die Galvanik selbst läuft bei uns in neun Schritten. Jede farbige Medaille erhält zuerst eine geschlossene Kupfer-Grundschicht: eine alkalische Verkupferung von rund 500 Sekunden, gefolgt von einem sauren Kupferaufbau von 20 bis 60 Minuten für den Glanz. Erst danach folgt die eigentliche Farbschicht. Diese Grundschicht ist der Grund, warum eine Reitmedaille Handschweiß, Stallluft und Jahre im Stall übersteht — wird sie zu dünn aufgetragen, blättert die Farbe nach einer Saison ab, und der Verein sieht den Mangel erst Monate später.
Werkstoff und Fertigung: warum Zinklegierung im Reitsport passt
Reitmedaillen fertigen wir überwiegend aus Zinklegierung der Typen Zamak 3, 5 und 7. Der Grund liegt im Verfahren: Das Metall schmilzt bei 385 °C und wird auf 88-Tonnen-Druckgussmaschinen in die Stahlform gespritzt. Bei dieser Temperatur ist die Schmelze dünnflüssig genug, um feine Konturen vollständig auszufüllen — eine Trense, ein Zügel, ein Hufnagel, eine feine Umschrift.
Die technischen Grenzen, die ein Motiv einhalten muss, sind klar definiert: Die minimale Wandstärke liegt bei 2 mm, die minimale Reliefhöhe bei 0,4 mm, die minimale Linienbreite bei 0,3 mm. Bei den üblichen Reitmedaillen-Größen ist das kein Problem; bei sehr großen Formaten planen wir die Stärke großzügiger, damit die Medaille in der Hand substantiell wirkt und nicht klapprig wird.
Für Farbflächen gilt eine zusätzliche Grenze, die bei Vereinswappen regelmäßig zum Thema wird. Weich-Emaille benötigt eine Mindeststegbreite von 0,3 mm; feinere Linien nehmen die Farbe nicht sauber auf und laufen zu. Ein Hartemaille-Imitat arbeitet mit 0,5 mm und ist für kräftige Farbflächen robuster. Bei einem Wappen mit feinen Haarlinien führen wir die Partie deshalb als Relief ohne Einfärbung aus — das sieht sauberer aus als ein zugelaufener Farbverlauf.
Nach der Galvanik und dem Farbauftrag läuft die Medaille bei uns durch einen Tunnelofen: 100 °C über 40 Minuten. Dieser Schritt härtet den Lack aus und ist bei Reitmedaillen wichtig, weil sie lange sichtbar bleiben sollen. Eine unvollständig ausgehärtete Farbe wirkt nach einem halben Jahr stumpf; die 40 Minuten im Tunnelofen sind der Grund, warum unsere Medaillen auch nach Jahren noch klar aussehen.
Alle Details zu Werkstoffen und Legierungen finden Sie auf der Seite Medaillen-Materialien, und wie daraus ein fertiges Produkt wird, beschreiben wir unter Medaillen-Herstellung.
Vereinswappen, Schriftzug und Gravur
Für einen Reitverein ist das Wappen das Herzstück der Medaille. Es ist der Grund, warum die Medaille nicht austauschbar ist, und es ist der Grund, warum Vereine über Jahre bei derselben Form bleiben.
| Element | Empfehlung | Umsetzung |
|---|---|---|
| Vereinswappen | zentral, als Relief | gehört ins Werkzeug |
| Turniername | im Bogen um das Wappen | gehört ins Werkzeug, wenn dauerhaft |
| Jahreszahl | nie ins Werkzeug | immer gravieren |
| Platzierung | Rückseite oder Band | Gravur oder Bandfarbe |
| Prüfung / Klasse | Rückseite | Gravur |
| Name des Reiters | Rückseite | Gravur |
Die Regel dahinter ist einfach: Alles, was sich von Jahr zu Jahr nicht ändert, gehört ins Werkzeug. Alles, was sich ändert, gehört in die Gravur. Die Jahreszahl ist der häufigste Fehler — eingegossen ist sie nach einer Saison wertlos und das Werkzeug muss neu gebaut werden. Graviert kostet sie nichts, und die Form bleibt über Jahre nutzbar.
Bei einer Reitmedaille mit vielen Prüfungen kommt der Gravur eine zweite Aufgabe zu: Sie ordnet die Medaille eindeutig zu. Bei einer Siegerehrung mit zwölf Prüfungen an einem Tag muss jede Medaille zur richtigen Prüfung und zur richtigen Platzierung gehören. Die Rückseite trägt deshalb Prüfungsbezeichnung, Klasse, Platzierung und Jahr — vier Angaben, die auf der Rückseite einer Standardmedaille in zwei Zeilen sauber Platz finden.
Alle Optionen von der einzelnen Zeile bis zur fortlaufenden Nummerierung finden Sie auf der Seite Medaillen mit Gravur. Für die Vorlage gilt: Wir arbeiten nach Vektordateien — AI, CDR oder PDF. Ein als JPG geliefertes Wappen lässt sich nachzeichnen, kostet aber Zeit in der Abstimmung. Wer eine Vektordatei hat, bekommt den Entwurf schneller. Und ein Punkt zu den Farben, der bei Vereinswappen Zeit kostet: „Vereinsblau“ ist keine Farbe. Für ein reproduzierbares Ergebnis brauchen wir Pantone-Codes oder eine Druckvorlage mit definierten Flächenfarben.
Schleifen und Medaillen: das Zusammenspiel
Im Reitsport ist die Schleife (Schärpe, Rosette) keine Nebensache. Bei vielen Turnieren wird die Platzierung zuerst über die Schleife kommuniziert — sie wird am Zaumzeug oder an der Trense befestigt, und die Medaille kommt erst bei der eigentlichen Siegerehrung dazu. Beide Elemente müssen zusammen gedacht werden.
| Kombination | Wirkung | Einsatz |
|---|---|---|
| Medaille mit Band | klassisch, sofort überreichbar | Standard bei Vereinsturnieren |
| Medaille mit Schleife | festlich, traditionsbewusst | Prüfungssieger, Ehrengaben |
| Medaille mit Band und Schleife | doppelte Ehrung | Hauptprüfungen, Meisterschaften |
| Medaille ohne Band, mit Kordel | edel, repräsentativ | Ehrung im Rahmen eines Festakts |
Wichtig ist, dass die Farbwelt zusammenpasst. Eine goldfarbene Medaille mit einem Ring, der nicht zur Galvanik passt, fällt auf Fotos sofort auf und wirkt zusammengestückelt. Bei Schleifen gilt: Die Schleifenfarbe kann die Prüfung oder die Klasse kennzeichnen, während die Galvanikfarbe die Platzierung trägt. Ein Zuschauer sieht damit auf Distanz, welche Prüfung geehrt wird, ohne dass eine Ansage nötig ist.
Ein Punkt zur Bandlänge: Für Erwachsene nutzen wir das Standardmaß, für Führzügelklassen und Kinderprüfungen ein deutlich kürzeres Band, damit die Medaille nicht bis zur Hüfte baumelt. Und ein Hinweis, der bei Reitvereinen häufig unterschätzt wird: Wenn die Medaille am Zaumzeug befestigt wird, sollte die Verbindung stabil sein. Ein zu dünner Ring oder ein zu weiches Band hält einem unruhigen Pferd nicht stand. Wir wählen die Befestigung deshalb passend zum Einsatz — für Zaumzeug und Trense robuster, für reine Übergabe am Band.
Stückzahlen und MOQ: die Rechnung für einen Reitverein
Unsere Mindestbestellmenge liegt bei 100 Stück pro Design. Für einen Reitverein ist diese Schwelle selten ein Problem, weil die Zahl der Prüfungen und die Teilnehmermedaillen zusammen fast immer über 100 liegen. Der eigentliche Hebel liegt nicht in der Mindestmenge, sondern in der Bündelung.
| Weg zur Auflage | Wirkung | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Podiums- und Teilnehmermedaillen zusammenlegen | erreicht 100 fast immer | ein Grundmotiv |
| Mehrere Abteilungen bündeln | ein Werkzeug für alles | gleiches Grundmotiv |
| Mehrere Turniere im Jahr zusammenfassen | Nachbestellung ohne Formkosten | Werkzeug bleibt archiviert |
| Nachbestellung im Folgejahr | keine neuen Werkzeugkosten | Jahreszahl nur graviert |
Die stärkste Kostenentlastung liegt zwischen 100 und etwa 500 Stück, weil sich dort der Werkzeugposten verteilt. Danach bestimmen Material und Arbeitszeit den Preis, nicht mehr die Form. Weil wir das Werkzeug für unsere Kunden archivieren, ist die Nachbestellung im Folgejahr eine reine Produktionssache: gleiches Motiv, neue Jahreszahl auf der Rückseite, keine Werkzeugkosten und keine neuen Freigaberunden.
Ein Punkt, den Reitvereine oft nicht bedenken: Die Reitabteilungen eines Vereins bestellen häufig getrennt — Dressur, Springen, Fahren, Nachwuchs. Wenn diese Abteilungen ein gemeinsames Grundmotiv nutzen und nur über Galvanik, Größe und Gravur unterscheiden, entsteht ein Werkzeug für den gesamten Verein. Wie eine solche Bündelung über das Jahr aussieht, beschreiben wir im Beitrag zu Vereinsmedaillen.
Lieferzeit: Rückrechnung vom Turnierdatum
Der Zeitplan für Reitmedaillen wird vom Turnierdatum rückwärts geplant. Das ist wichtiger als bei vielen anderen Anlässen, weil Reitturniere feste Termine haben: Sie stehen im Kalender des Landesverbands, sie sind ausgeschrieben, und sie lassen sich nicht verschieben.
| Schritt | Dauer |
|---|---|
| Angebot | innerhalb von 24 Stunden |
| Kostenloser Designvorschlag | innerhalb von 24 Stunden |
| Muster | 7–10 Tage |
| Musterfreigabe | Ihre Entscheidung — hier liegt die Variable |
| Serienproduktion | 7–15 Tage nach Freigabe |
| Expressversand | 3–5 Tage |
Ein Beispiel für die Rückrechnung: Angenommen, das Turnier findet an einem Samstag statt und die Medaillen sollen drei Tage vorher im Vereinsheim sein. Dann müssen Sie vom Mittwoch davor ausgehen. Rechnen Sie 3–5 Tage Expressversand zurück, landen Sie beim Wochenende davor. Ziehen Sie 7–15 Tage Serienproduktion ab, beginnt die Produktion rund zwei bis drei Wochen vor dem Turnier. Ziehen Sie weitere 7–10 Tage für das Muster ab, muss die Freigabe etwa fünf Wochen vor dem Turnier erfolgen. Und wenn das Motiv neu ist, kommen für Werkzeugbau und Erstmuster zusätzlich zwei bis drei Wochen hinzu.
Wer zum ersten Mal bestellt, sollte die Musterphase nicht überspringen. Sie ist die einzige Chance, Wappen, Galvanikfarbe und Band vor der Serie zu prüfen. Bei einem komplett neuen Motiv ist das Muster die Versicherung gegen einen Fehler, der sich sonst über die ganze Auflage fortsetzt.
Dass die 7 bis 15 Tage auch in der Hochsaison halten, liegt an der Kapazität: Unsere Fabrik fertigt über 30.000 Medaillen pro Tag. Reitturniere häufen sich im Frühjahr und im Herbst, und genau in diesen Wochen ist die Kapazität der entscheidende Faktor. Alle Designoptionen für ein eigenes Motiv finden Sie auf der Seite Medaillen-Design.
Was bei Reitvereins-Bestellungen schiefgeht
Jahreszahl ins Werkzeug. Der häufigste Fehler. Nach einer Saison ist die Form wertlos. Immer gravieren.
Teilnehmermedaillen vergessen. Bei Nachwuchs- und Führzügelklassen sind sie der größte Posten, nicht die Podiumsmedaillen.
Für jede Prüfung ein eigenes Motiv. Ein Werkzeug pro Prüfung ist die teuerste Variante. Unterschiede gehören in Galvanik, Größe und Gravur.
Vereinswappen als JPG. Ein Rasterbild muss nachgezeichnet werden und kostet Abstimmungszeit. Vektordatei liefern.
Farben ohne Pantone-Codes. „Vereinsblau“ ist keine Farbe. Ohne definierte Werte dauert die Abstimmung länger als die Produktion.
Zu spät bestellt. Vier Wochen vor dem Turnier ist knapp, acht Wochen sind komfortabel — und bei einem neuen Motiv sind sie Pflicht.
Ring und Galvanik passen nicht zusammen. Ein silberner Ring an einer Goldmedaille fällt auf Fotos sofort auf.
FAQ
Wie viele Medaillen braucht ein Reitturnier?
Drei Podiumsplätze pro Prüfung, plus Reserve, plus Teilnehmermedaillen. Ein Turnier mit acht Prüfungen ergibt 24 Podiumsmedaillen; kommen 90 Teilnehmermedaillen für den Nachwuchs dazu, liegt der Auftrag bei über 110 Stück. Rechnen Sie immer mit Reserve, weil späte Nachnennungen die Starterzahl einer Prüfung kurzfristig verändern können.
Können Gold, Silber und Bronze aus derselben Form kommen?
Ja, und das ist der günstigste Weg. Die Form bleibt identisch, die Unterscheidung entsteht ausschließlich in der Galvanik: Gold, Silber (Nickel) und Bronze (Rotkupfer). So brauchen Sie ein Werkzeug für alle drei Platzierungen statt drei Werkzeuge.
Welche Formen funktionieren für Reitmedaillen?
Am häufigsten sind das Hufeisen und der Pferdekopf im Profil. Das Hufeisen lässt sich als Rahmen um ein Vereinswappen führen; der Profilkopf ergibt eine klare Silhouette mit Platz für die Gravur. Für Fahrturniere eignen sich Kutsche und Gespann, für Springprüfungen ein Reiter über dem Sprung.
Kann die Rückseite Prüfung und Platzierung tragen?
Ja. Wir gravieren Prüfungsbezeichnung, Klasse, Platzierung und Jahr — auf der Rückseite in zwei Zeilen. Bei sehr langen Bezeichnungen reduzieren wir die Schrifthöhe, damit alles lesbar bleibt, ohne gedrängt zu wirken.
Wie robust ist die Oberfläche bei einem Pferd?
Die Medaille durchläuft neun Galvanikschritte, darunter 500 Sekunden alkalische Verkupferung und ein saurer Kupferaufbau von 20 bis 60 Minuten. Diese Schicht ist fest gebunden und hält Handschweiß und Stallluft stand. Nach dem Farbauftrag läuft jede Medaille 40 Minuten bei 100 °C durch den Tunnelofen.
Wie viele Medaillen müssen wir mindestens bestellen?
Die Mindestbestellmenge liegt bei 100 Stück pro Design. Für Reitvereine ist das selten eine Hürde, weil Podiums- und Teilnehmermedaillen zusammen fast immer darüber liegen. Wer mehrere Abteilungen oder mehrere Turniere im Jahr bündelt, nutzt dasselbe Werkzeug und spart den Werkzeugposten vollständig.
Ein Wort zum Abschluss
Wir fertigen seit 2010 in unserer eigenen Fabrik in Huizhou Reitmedaillen und Sportmedaillen für Vereine in über 50 Ländern, und die Fragen, die uns Reitvereine stellen, sind fast immer dieselben: Wie viele Prüfungen zählen mit, wie viele Medaillen brauchen wir, und wann müssen wir bestellen. Wenn Sie uns Ihre Ausschreibung, die Zahl der Prüfungen und Ihr Vereinswappen schicken, legen wir binnen 24 Stunden einen kostenlosen Designvorschlag an und rechnen die Stückzahl mit Ihnen gemeinsam durch. Sie müssen die Prüfungsliste nicht selbst in eine Bestellmenge übersetzen — das ist unser Handwerk, seit über 15 Jahren.



