Das Material bestimmt, wie sich Ihre Medaille anfühlt, wie fein das Relief ausfällt, wie lange sie hält — und was sie kostet. In unserer Fabrik verarbeiten wir fünf Metalle, aber drei prägen den Alltag: Zinklegierung, Messing und Eisen. Unser Medaillen-Material-Ratgeber gibt den Überblick; hier vergleichen wir die drei konkret.
Das erwartet Sie: die Kennwerte der drei Metalle, ein direkter Vergleich, wann welches Material die richtige Wahl ist — und die Frage, die uns Einkäufer bei Materialentscheidungen am häufigsten stellen.
[Image: materials.webp — Medaillenrohlinge aus Zinklegierung, Messing und Eisen nebeneinander]
Die drei Materialien im Überblick
Jedes Metall hat einen anderen Fertigungsweg und andere Grenzen. Die wichtigsten Materialkennwerte auf einen Blick:
| Material | Dichte | Verfahren | Mindeststärke | Relativkosten | Beste Verwendung |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinklegierung | 6,7 g/cm³ | Druckguss | 2 mm | mittel | 3D-Details, Durchbrüche, komplexe Formen |
| Messing | 8,9 g/cm³ | Stanzen | >3 mm | hoch | schwere Wertigkeit, Militär, Challenge Coins |
| Eisen | 7,8 g/cm³ | Stanzen | >4 mm | niedrig | budgetfreundlich, einfache Formen, Großserie |
Zinklegierung: Der vielseitige Allrounder
Zinklegierung — konkret Zamak 3, 5 oder 7 — ist unser meistgenutztes Material. Der Grund liegt im Prozess: Das Metall schmilzt bei 385 °C und fließt so dünnflüssig, dass es jedes Detail der Stahlform ausfüllt, auch Hinterschneidungen und echte Durchbrüche.
Das macht Zinklegierung zur einzigen Wahl, wenn Ihr Design ein durchbrochenes Relief oder feine Konturen braucht. Zudem nimmt keine andere Legierung Galvanik so sauber an — Spiegelgold, Antiksilber oder Regenbogenbeschichtung wirken hier am besten. Und weil Druckguss hoch automatisiert läuft, produzieren wir auf unseren 88-Tonnen-Maschinen über 30.000 Stück pro Tag.
Zinklegierung ist richtig, wenn Sie komplexes 3D-Relief, mehrere Emaillefarben oder Stückzahlen von 100 bis 50.000 planen — kurz: wenn Ihre individuellen Medaillen auffallen sollen. Dasselbe Material steckt auch in unseren Metallpins — dort kommt ihm zugute, dass es selbst feinste Konturen auf kleiner Fläche abbildet.
Messing: Schwere und Tradition
Messing bringt mit 8,9 g/cm³ spürbar mehr Gewicht in die Hand — viele Kunden beschreiben das als “wertiger”. Das Metall hat eine lange Tradition bei Militärauszeichnungen und Challenge Coins, und Behörden verlangen es oft aus Gewohnheit.
Der Nachteil: Messing wird gestanzt, nicht gegossen. Damit erreichen Sie kein tiefes, mehrstufiges Relief; über 3 mm Stärke wird das Prägen ungenau. Dafür ist die Oberfläche dichter als bei Zink — weniger innere Poren, ein nahezu makelloser Hochglanz nach dem Polieren.
Eisen: Budgetfreundlich für einfache Formen
Eisen ist mit Abstand die günstigste Option. Es wird gestanzt, braucht wegen seiner Härte mindestens 4 mm Stärke und eignet sich für einfache, flache Designs ohne filigrane Details. Für eine große Firmen-Serie oder ein Event mit schlichtem Logo liefert Eisen solide Qualität zum niedrigsten Preis.
Der Haken: Eisen rostet ohne Schutzschicht. Eine saubere Galvanik mit Versiegelung ist hier Pflicht — die alkalische Kupferschicht rund 500 Sekunden plus saurer Kupferaufbau über 20 bis 60 Minuten bildet den geschlossenen Korrosionsschutz, sonst zeigt die Medaille nach einigen Monaten Rostflecken.
Direkter Vergleich
| Eigenschaft | Zinklegierung | Messing | Eisen |
|---|---|---|---|
| Gewicht | mittel | schwer | mittel |
| 3D-Detail | exzellent (Guss) | gut (gestanzt) | einfach (gestanzt) |
| Durchbrüche | ja | nein | nein |
| Galvanik | exzellent | gut | gut |
| Preis | $$ | $$$ | $ |
| Beste Wahl für | komplexe Designs, große Serien | traditionelle Auszeichnungen, Challenge Coins | Budget-Serien, schlichte Logos |
Welches Material passt zu Ihrem Event?
Entscheiden Sie über drei Fragen: Wie fein ist Ihr Design? Wie schwer soll sich die Medaille anfühlen? Wie hoch ist Ihr Budget pro Stück?
Für 90 % unserer Aufträge ist Zinklegierung richtig. Sie verbindet Detailfreiheit mit einem Preis, den Sportvereine und Firmen gleichermaßen tragen. Messing wählen Sie, wenn das Gewicht Teil des Wertgefühls ist. Eisen, wenn der Stückpreis die größte Rolle spielt und das Design schlicht bleibt.
Und wenn ausdrücklich kein Metall gewünscht ist — bei Nachhaltigkeitsprojekten, Waldläufen oder Natur-Auszeichnungen — ist Holzmedaillen die konsequente Alternative: gelasert statt gegossen, deutlich leichter und ohne jeden Galvanikschritt.
Unsere Designabteilung empfiehlt das passende Material auf Basis von Design, Budget und Anlass — wir erstellen auf Wunsch Muster in zwei Materialien, damit Sie vergleichen können. Mehr zur Grafikvorbereitung finden Sie im Design-Leitfaden.
Häufige Fragen
Welches Material eignet sich für Küsten- oder Freiluftveranstaltungen?
Zinklegierung mit Nickelplattierung und Epoxid-Versiegelung. Für Salzwasserumgebungen wie Küstenläufe ist Edelstahl mit Lasergravur die haltbarste Wahl.
Warum ist Zinklegierung trotz mittlerer Dichte die häufigste Wahl?
Weil Druckguss bei 385 °C Details abbildet, die Stanzen nicht erreicht — bei vollem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dichte ist nur einer von mehreren Faktoren.
Kann ich Muster in zwei Materialien bekommen?
Ja. Wir fertigen Muster in Zinklegierung und Messing (oder Eisen) an, damit Sie Gewicht und Optik vor der Freigabe in der Hand vergleichen.
Wie wirkt sich das Material auf die Galvanik aus?
Zinklegierung nimmt Galvanik am gleichmäßigsten an. Messing glänzt nach dem Polieren dichter. Eisen braucht zwingend eine geschlossene Schutzschicht gegen Rost.
Was ist die Mindeststärke je Material?
Zinklegierung 2 mm, Messing über 3 mm, Eisen über 4 mm. Dünnere Teile verlieren an Stabilität oder lassen sich nicht sauber prägen.
Wie schnell liefern Sie nach der Materialwahl?
Muster in 7–10 Tagen, Serienproduktion in 7–15 Tagen nach Freigabe. Die Materialwahl selbst kostet keine zusätzliche Zeit.
Materialwahl für Ihr Projekt? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite mit Stückzahl, Design und Budget — wir empfehlen das passende Metall und liefern ein Angebot binnen 24 Stunden.



