Eine Kreismeisterschaft in der Leichtathletik sieht auf dem Papier nach einem überschaubaren Wochenende aus: ein Stadion, zwei Wettkampftage, ein paar hundert Starts. Dann öffnet man die Ausschreibung, und die Liste der Wertungsklassen füllt eine ganze Seite. Männlich und weiblich, U8 bis U20, dazu Aktive und Senioren von M30 bis M80 in Fünf-Jahres-Schritten. Nimmt man Mehrkampf- und Staffelwertungen hinzu, sind es über 40 Wertungsklassen – und die Frage, wie viele Medaillen am Sonntagabend tatsächlich in der Tasche des Kampfgerichts liegen müssen. Dieser Ratgeber geht die Frage in derselben Reihenfolge durch wie unsere Medaillenfertigung: erst die Stückzahl pro Wertungsklasse, dann die Veredelung, dann der Termin.

Die Rechnung ist einfach und unbequem: 40 Wertungsklassen mit je drei Podestplätzen ergeben 120 Medaillen. Das ist mehr, als die meisten Ausrichter erwarten, und es liegt knapp über der Stückzahl, ab der eine Bestellung überhaupt wirtschaftlich wird. Gleichzeitig ist es viel zu wenig, um 40 verschiedene Medaillen zu rechtfertigen – eine pro Klasse. In dieser Lücke zwischen „zu viel für ein Design“ und „zu wenig für vierzig Designs“ entscheidet sich, ob eine Leichtathletik-Siegerehrung souverän wirkt oder nach Restbeständen.

Wir gießen seit 2010 in Huizhou in der Provinz Guangdong Medaillen für Sportvereine und begleiten jedes Jahr Leichtathletik-Bestellungen aus Deutschland. Die Grundlagen zu Formen, Material und Veredelung stehen bei den individuellen Medaillen; hier geht es um das, was in der Leichtathletik anders läuft als in Handball, Fußball oder Schwimmen.

Die Altersklassen-Explosion ist das eigentliche Problem

In kaum einer anderen Sportart trifft eine so feine Altersgliederung auf so wenige Starter pro Klasse. Ein Fußballverein meldet eine A-Jugend, ein Basketballverein eine U16 – die Klasse ist die Mannschaft, und die Mannschaft hat zwölf Spieler. In der Leichtathletik ist die Altersklasse dagegen ein Raster, das über ein ganzes Starterfeld gelegt wird. U8, U10, U12, U14, U16, U18, U20, Aktive, dazu elf Seniorenklassen je Geschlecht: Das sind 38 Wertungsklassen, bevor der erste Athlet überhaupt gemeldet hat.

Der entscheidende Punkt ist, dass die Zahl der Podestplätze nicht mit der Zahl der Starter skaliert. Drei pro Klasse, immer. Eine Klasse mit vier Startern hat trotzdem drei Medaillen, eine Klasse mit zwei Startern ebenfalls. Bei den Senioren ist das kein Ausnahmefall, sondern die Regel: In einem Kreismeisterschaftsfeld stehen in M70 über 100 Meter manchmal zwei Läufer, und beide bekommen eine Medaille – die dritte bleibt liegen oder geht an einen Dritten, der an diesem Tag gar nicht gestartet ist.

Wer die Stückzahl plant, zählt deshalb nicht die Starter, sondern die Wertungsklassen. Ein Kreis mit 300 Startern kann auf 114 Medaillen kommen, ein kleinerer Kreis mit 90 Startern auf 100 – weil die Klassen gleich bleiben und nur die Felder dünner werden. Das ist der erste Kalkulationsfehler, den wir in Anfragen sehen.

Der zweite ist die Annahme, jede Klasse brauche ein eigenes Design. Rechnet man das durch, kommt man auf 40 Designs mit je 100 Stück Mindestmenge, also 4000 Medaillen für eine Veranstaltung, die 120 braucht. Niemand bestellt das, und niemand sollte es. Die Alternative ist eine Aufteilung in zwei Ebenen: eine feste Gestaltung für die Platzierung, ein variables Feld für die Klasse.

WertungsklasseJahrgängeKlassen (w + m)PodestplätzeEmpfehlung
U86–726Teilnahme-Medaille, keine Platzierung
U108–926Podest oder Teilnahme
U1210–112640 mm
U1412–132645 mm
U1614–152650 mm
U1816–172650 mm
U2018–192650 mm
Aktive20–292655 mm
Senioren M30–M5530–54123650 mm
Senioren M60–M8060–84103045 mm
Summe38114

Die Tabelle zeigt auch, wo sich Zusammenlegungen lohnen. Zwei Regeln haben sich in der Praxis bewährt. Erstens: Klassen ohne Wertung brauchen keine Platzierungsmedaille. In der Kinderleichtathletik der U8 und häufig auch der U10 wird nach DLV-Regelwerk ohne Rangliste gewertet – dort ist die Teilnahme-Medaille die richtige Antwort, und sie ist deutlich günstiger als eine Podestserie in drei Metallic-Tönen. Zweitens: Klassen mit weniger als drei gemeldeten Startern werden in der Ausschreibung zusammengelegt, nicht am Wettkampftag. Wer M70 und M75 zu einer Klasse M70+ macht, spart keine Medaille, aber eine eigene Beschriftung – und bei 40 Varianten liegt der Aufwand genau dort.

Ein dritter Punkt wird fast immer übersehen: Die Zahl der Wertungsklassen ist nicht die Zahl der Ehrungsvorgänge. Eine Kreismeisterschaft vergibt selten alle Klassen am selben Tag. Häufig laufen Samstag die Jugendklassen und Sonntag Aktive und Senioren, manchmal sind es drei Blöcke über zwei Wochenenden. Für die Bestellung ist das ein Vorteil, weil sich die Medaillen nach Block sortieren lassen; für die Logistik am Wettkampftag ist es der Grund, warum beschriftete Beutel und eine klare Nummernlogik mehr wert sind als ein aufwendigeres Design.

Einzeldisziplin, Block und Mehrkampf: eine Medaille oder vier

Die zweite strukturelle Besonderheit der Leichtathletik ist, dass ein einziger Athlet an einem Nachmittag mehrfach auf dem Podest stehen kann. In Handball oder Tennis ist die Medaille an ein Team oder ein Turnier gebunden. In der Leichtathletik startet ein U14-Athlet im Blockwettkampf in drei oder vier Disziplinen, und wenn er gut ist, wird er in jeder davon einzeln geehrt. Bei 120 Startern in einer Altersklasse und vier Disziplinen entstehen so 24 Medaillen – allein für einen Jahrgang, an einem Tag.

Dieselbe Starterzahl kann aber auch sechs Medaillen produzieren, wenn der Ausrichter die Block- oder Mehrkampfwertung ehrt und die Einzeldisziplinen ohne Podest bleiben. Der Unterschied zwischen diesen beiden Modellen ist Faktor vier, und er ist die zweitgrößte Quelle für Fehlkalkulationen nach den Altersklassen.

WettkampfformWas geehrt wirdMedaillen je Altersklasse (w + m)Rechnung
Einzeldisziplinjede Disziplin separat244 Disziplinen × 2 Geschlechter × 3
BlockwettkampfGesamtwertung aus drei bis vier Disziplinen62 Geschlechter × 3
Mehrkampf (Fünf-, Sieben-, Zehnkampf)Gesamtwertung des Mehrkampfs62 Geschlechter × 3
Staffeljedes Team242 Geschlechter × 3 Teams × 4 Läufer
Mannschaftswertungdrei beste Athleten eines Vereins62 Geschlechter × 3

Für die Praxis empfehlen wir fast immer eine Mischung, und zwar aus einem inhaltlichen Grund: Eine Medaille für 100 Meter und eine Medaille für den Fünfkampf sind nicht dieselbe Aussage. Die Einzeldisziplin ehrt den Tag, der Mehrkampf ehrt die Saison. Wer beides mit demselben 40-mm-Stück abwickelt, nimmt der Mehrkampfwertung ihren Charakter. Deshalb geht die Mehrkampfmedaille bei uns fast immer über 55 oder 60 Millimeter, oft mit einer anderen Bandfarbe, während die Einzeldisziplinen in 45 oder 50 Millimeter laufen.

Die zweite Entscheidung betrifft die Frage, ob die Einzeldisziplinen überhaupt ein Podest bekommen. Bei Kreismeisterschaften mit dünnen Feldern ist die ehrliche Antwort oft nein – drei Medaillen für vier Starter entwerten die Platzierung. Bei Bezirks- und Landesmeisterschaften mit vollen Feldern ist die Einzeldisziplin dagegen der Kern der Veranstaltung. Der Ausrichter sollte das vor der Ausschreibung entscheiden, nicht danach, weil die Stückzahl direkt daran hängt.

Ein Sonderfall sind Staffeln. Vier Läufer pro Team, drei Teams pro Geschlecht, dazu oft eine Vereinsstaffel, die außer Konkurrenz startet: 24 Medaillen für einen einzigen Wettbewerb, der zwanzig Minuten dauert. Staffelmedaillen werden traditionell kleiner bestellt, weil sie in der Hand gehalten und nicht um den Hals getragen werden – 40 Millimeter reichen, und die Stückzahl pro Klasse ist so hoch, dass sich hier eine eigene Gestaltung mit Staffelmotiv tatsächlich lohnt.

Vierzig Varianten aus einer Form

Damit sind wir beim technischen Kern. Wenn eine Veranstaltung 40 Wertungsklassen hat und trotzdem nur eine Gestaltung, braucht es ein variables Feld. Wir lösen das in der Gießerei über eine Form und drei Methoden.

Die Form selbst entsteht aus Werkzeugstahl, die Kontur wird per Funkenerosion eingesenkt, die Oberfläche wird mit einer EDM-Struktur versehen und der Stahl anschließend wärmebehandelt. Gegossen wird aus Zinklegierung Zamak 3, 5 oder 7 mit einer Dichte von 6,7 Gramm pro Kubikzentimeter und einem Schmelzpunkt von 385 °C auf einer 88-Tonnen-Druckgussmaschine. Die minimale Wandstärke liegt bei 2 Millimetern, runde Medaillen bekommen vier Angüsse ringsum, damit die Form gleichmäßig füllt.

Auf dieser Form liegt die feste Gestaltung: Lorbeer, Stadionbogen, Ziellinie, Vereinswappen – was der Verein eben will. Für die Klasse bleibt ein vertieftes Feld, in das die variable Information kommt. Drei Wege stehen dafür zur Verfügung, und sie unterscheiden sich nicht im Preis pro Variante, sondern in der Haltbarkeit und in der Farbigkeit.

VarianteTechnikFarbigkeitNeue Form nötigStück pro Variante
Altersklasse auf der RückseiteLasergravur im vertieften Feldeinfarbig, hoher Kontrastneinab 100
Disziplin-PiktogrammTampondruckmehrfarbig, kleine Flächeneinab 100
Klassenkürzel auf der VorderseiteUV-Druck, auch auf 3D-Relief bis 7 mmvollfarbigneinab 100
Platzierung Gold, Silber, Bronzegalvanische Farbgebungmetallischneinab 100
Eigenes Layout für den Mehrkampfneue Formvollflächigjaab 100

Die Lasergravur ist der Standard für variable Inhalte, weil sie ohne Zwischenschritt in die Serie geht: Der Datensatz mit 40 Zeilen – Klassenkürzel, Disziplin, Jahr – wird in die Anlage geladen, und jede Medaille bekommt ihre Zeile. Das Feld sollte dabei in einer vertieften Fläche liegen und mindestens 20 × 6 Millimeter messen, damit Kürzel wie „M50 / 100 m / 2026“ in einer klaren serifenlosen Schrift lesbar bleiben. Freie Flächen auf der Wölbung funktionieren nicht, weil die Gravur dort als offene Kante liegt.

Der Tampondruck ist die Wahl, wenn ein Disziplinsymbol farbig sein soll – ein kleiner Speer, eine Hürde, ein Kugelstoßkreis. Er deckt kleine Flächen sauber und ist bei 40 Varianten dann sinnvoll, wenn die Varianten ohnehin über die Serie verteilt sind und nicht einzeln nachbestellt werden. Der UV-Druck kann mehr: Er legt Farbe auch über ein Relief bis 7 Millimeter Höhe und eignet sich damit für eine Vorderseite, auf der das Klassenkürzel direkt in die Gestaltung eingebettet ist. Welches Verfahren wann trägt, ist unter Lasergravur, Tampondruck und Prägung gegenübergestellt.

Für die feste Fläche gilt weiterhin die Einlegetiefe als Maß. Weichemaille braucht mindestens 0,3 Millimeter, das Hartemaille-Imitat 0,5 Millimeter, ebenso die massive und die transparente Glaspaste – bei der transparenten Variante wird die Rückseite während des Einbrennens mit Hitzeband abgeklebt. Diese vier Techniken unterscheiden sich weniger im Motiv als in der Tiefe, und die Tiefe entscheidet später darüber, ob eine Medaille im Stadion Sand sammelt oder abwaschbar bleibt.

Was wir in der Anfrage brauchen, ist deshalb kein Design, sondern eine Tabelle. Vier Spalten genügen: Wertungsklasse, Kürzel für die Gravur, Disziplin und Jahr. Aus dieser Tabelle bauen wir die Variantenliste, und der Kunde sieht vor der Produktion eine Übersicht, in der jede Zeile genau einmal vorkommt. Bei 40 Klassen ist das der einzige Weg, Doppelgravuren und fehlende Klassen zuverlässig zu vermeiden.

Siegerehrung unter freiem Himmel: Sonne, Regen, Schweiß

Leichtathletik wird draußen geehrt, und das ist ein technisches Argument, kein Stimmungsbild. Eine Medaille, die im Mai im Stadion übergeben wird, liegt danach stundenlang in der Sonne, wird bei einem Regenschauer nass, kommt mit Sonnencreme und Schweiß in Berührung und landet am Abend in einer Sporttasche. Für die Oberfläche ist das ein Härtetest, den manche Veredelung nicht besteht.

Die Basis ist bei uns in allen Fällen die galvanische Schicht. Neun Bäder, beginnend mit einer alkalischen Verkupferung über 500 Sekunden, danach saure Verkupferung über 20 bis 60 Minuten, dann die Farbgebung und ein Durchlauf durch den Tunnelofen bei 100 °C über 40 Minuten. Diese Schicht trägt die Optik und schützt das Zink darunter; sie ist der Grund, warum eine galvanisierte Medaille nach zwei Jahren im Vereinsheim noch wie eine Medaille aussieht. Der vollständige Ablauf steht unter Galvanik in neun Schritten.

Darüber liegt die Farbe. Nach dem Einfärben läuft die Medaille zweistufig durch den Ofen: 60 bis 70 °C über 60 bis 90 Minuten für die Halbhärtung, danach 100 °C über 60 Minuten für die vollständige Aushärtung. Wer diese Stufe verkürzt, bekommt eine Oberfläche, die beim ersten Regenschauer kreidet – ein Fehler, der erst Wochen später auffällt und dann nicht mehr zu korrigieren ist.

Für den Außeneinsatz empfehlen wir drei Dinge. Erstens: eine flache Oberfläche statt tiefer Farbtaschen. Beim Hartemaille-Imitat mit 0,5 Millimeter Einlegetiefe wird die Farbe planschliffen, Wasser läuft ab, Staub setzt sich nicht in den Vertiefungen fest. Weichemaille mit 0,3 Millimeter ist günstiger und für Hallenwettkämpfe völlig ausreichend, im Stadion sammelt sie dagegen Sand und Grasschnitt. Zweitens: die galvanische Farbgebung statt großer bedruckter Flächen an der Kante. Ein Druckbild am Rand ist genau die Stelle, die von der Hand abgegriffen wird. Drittens: die Gravur im geschützten Feld, nicht auf der Wölbung.

Zur Urkunde gibt es einen praktischen Punkt, der oft erst am Wettkampftag auffällt. Die Urkunde trägt die Klassenbezeichnung, die Medaille trägt dieselbe Zeichenfolge – aber nur, wenn beide aus derselben Liste stammen. Wir liefern deshalb zu jeder Variantenliste eine Sortierhilfe: 40 Beutel, beschriftet mit demselben Kürzel, das auf der Rückseite graviert ist. Das Kampfgericht muss dann nicht 114 Medaillen nach Größe und Farbe durchsehen, sondern greift den Beutel mit dem Aufdruck „M55 / Weitsprung“ und hat die drei richtigen Stücke in der Hand. Bei einer Siegerehrung mit 40 Klassen ist das der Unterschied zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde.

Größe und Gewicht: was ein Neunjähriger um den Hals trägt

Bei Jugendmedaillen ist das Gewicht kein Nebenaspekt. Ein Kind, das drei Medaillen gleichzeitig umgehängt bekommt, trägt bei 40 Millimetern rund 63 Gramm Metall plus Bänder – bei 60 Millimetern wären es fast 200 Gramm. Das ist der Grund, warum wir für U8 bis U12 konsequent 40 Millimeter empfehlen, unabhängig davon, wie viel Fläche das Design gern hätte.

Die Gewichte lassen sich aus der Dichte ableiten. Zamak hat 6,7 Gramm pro Kubikzentimeter, eine runde Medaille ist geometrisch eine Scheibe, also Volumen gleich π × Radius² × Stärke. Das Relief reduziert das reale Gewicht um wenige Prozent, für die Planung ist die Vollscheibe die richtige Näherung.

DurchmesserStärkeVolumen als VollscheibeGewicht in Zamak (6,7 g/cm³)Einsatz
40 mm2,5 mm3,1 cm³21 gU8 bis U12
45 mm3,0 mm4,8 cm³32 gU14, Senioren ab M60
50 mm3,0 mm5,9 cm³39 gU16 bis Aktive
55 mm3,5 mm8,3 cm³56 gAktive, Meister
60 mm3,5 mm9,9 cm³66 gMehrkampf, Vereinsmeister
70 mm4,0 mm15,4 cm³103 gRepräsentation, kein Serienpodest

Bei der Stärke ist die Untergrenze technisch gesetzt: 2 Millimeter minimale Wandstärke im Druckguss. Eine Medaille mit 2,5 Millimetern liegt knapp darüber und ist damit fertigbar, aber sie ist dünn in der Hand. Für Stücke, die tatsächlich getragen und über Jahre aufgehängt werden, hat sich 3 Millimeter eingespielt; ab 55 Millimetern gehen wir auf 3,5 Millimeter, weil die Scheibe sonst im Verhältnis zu groß und zu leicht wirkt.

Die Größenempfehlung folgt also nicht dem Geschmack, sondern drei Faktoren: dem Alter der Athleten, der Zahl der Medaillen pro Siegerehrung und der Frage, ob das Stück getragen oder nur überreicht wird. Bei einer Kreismeisterschaft, in der ein U12-Läufer nach drei Disziplinen dreimal aufs Podest steigt, ist eine leichte Medaille die freundlichere Lösung. Beim Vereinsmeister der Aktiven darf es 60 Millimeter sein. Eine Übersicht über alle gängigen Formate und ihre Flächenwirkung steht unter Medaillen-Größen und Gewichte.

Vom Muster zur Serie: der Zeitplan

Der Ablauf ist bei uns seit Jahren gleich und für Leichtathletik nicht anders als für andere Sportarten – nur der Vorlauf ist länger, weil die Freiluftsaison in Deutschland zwischen Mai und September liegt und die Kreismeisterschaften sich in denselben sechs Wochen drängen.

SchrittDauerFür eine Meisterschaft im Mai
Ausschreibung auswerten, Klassen zählen1 bis 2 WochenDezember
Anfrage und Angebot24 StundenJanuar
Designentwurf24 StundenJanuar
Muster produzieren und prüfen7 bis 10 TageJanuar bis Februar
Freigabe und Bestellung–Februar
Serienproduktion7 bis 15 TageFebruar bis März
Qualitätskontrolle und Versand–März
Siegerehrung–Mai

Unsere Tageskapazität liegt bei über 30.000 Stück. Eine Kreismeisterschaft mit 120 Medaillen ist damit 0,4 Prozent eines Produktionstages – der Engpass ist nie die Maschine, sondern die Freigabe. Wer im April bestellt und im Mai ehrt, bestellt ohne Muster, und bei einer Medaille mit farbigem Wappen und 40 Gravurvarianten ist das ein Risiko, das man nicht eingehen muss.

Was den Außeneinsatz zusätzlich betrifft: Wir fertigen nach BSCI, ISO 9001, Sedex und TÜV sowie nach Reach und RoHS. Für Medaillen, die Kinder stundenlang auf der Haut tragen, sind die beiden letzteren die relevanten – nicht weil sie die Optik verbessern, sondern weil sie die Materialanforderungen an einen Gegenstand mit Hautkontakt definieren. Jede Lieferung durchläuft eine dreistufige Qualitätskontrolle und wird zu 100 Prozent entsprechend der freigegebenen Spezifikation ausgeliefert; wir liefern in über 50 Länder.

Preise nennen wir ausschließlich als Staffelpreise im Angebot, abhängig von Stückzahl, Größe, Veredelung und Zahl der Varianten. Für eine Leichtathletik-Bestellung ist dabei die Zahl der Varianten der Faktor, der am häufigsten unterschätzt wird – nicht weil jede Variante viel kostet, sondern weil 40 Zeilen in der Gravurdatei genauso viel Sorgfalt brauchen wie 40 Designs.

Häufige Fragen

Wie viele Medaillen braucht eine Kreismeisterschaft mit 40 Wertungsklassen?

Rechnerisch 40 × 3, also 120 Stück. In der Praxis liegt die Zahl darunter, weil U8 und häufig auch U10 ohne Rangliste gewertet werden und weil Klassen mit weniger als drei Startern zusammengelegt werden. Ein realistischer Wert für einen mittleren Kreis liegt bei 100 bis 115 Medaillen – also genau in der Größenordnung, in der eine Bestellung ab 100 Stück pro Design sinnvoll wird.

Ab welcher Stückzahl produziert ihr Leichtathletik-Medaillen?

Der MOQ liegt bei 100 Stück pro Design. Bei 40 Wertungsklassen ist das kein Hindernis, sondern die Bestätigung, dass ein Design mit variablem Feld der richtige Weg ist: 100 Stück Mindestmenge pro Design, aber beliebig viele Gravurvarianten innerhalb dieser Serie.

Können wir für jede Altersklasse eine eigene Medaille bekommen, ohne 40 Formen zu bezahlen?

Ja. Die Klasse kommt in ein vertieftes Feld und wird graviert, gedruckt oder als Piktogramm aufgebracht. Die Form bleibt dieselbe, die Platzierungsfarbe ebenfalls – Gold, Silber und Bronze entstehen in der Galvanik, nicht in der Form. Nur ein inhaltlich eigenes Layout, etwa für den Mehrkampf, braucht eine zweite Form.

Welche Veredelung hält eine Siegerehrung im Regen aus?

Galvanik mit Hartemaille-Imitat. Die neun Galvanikbäder und der Tunnelofen bei 100 °C über 40 Minuten bilden die wetterfeste Basis, die plan geschliffene Farbfläche mit 0,5 Millimeter Einlegetiefe lässt Wasser ablaufen und nimmt keinen Schmutz auf. Weichemaille mit 0,3 Millimeter ist für Hallenwettkämpfe völlig ausreichend, im Stadion aber die empfindlichere Wahl.

Welche Größe ist für U10 und U12 sinnvoll?

40 Millimeter bei 2,5 Millimeter Stärke, also rund 21 Gramm. Das Stück ist leicht genug, um während der Siegerehrung getragen zu werden, und die Fläche reicht für ein reduziertes Vereinswappen mit Klassenkürzel auf der Rückseite. Ab U14 sind 45 bis 50 Millimeter üblich, für Aktive und Mehrkampf 55 bis 60 Millimeter.

Wie lange dauert die Produktion, wenn die Meisterschaft im Mai ist?

Angebot und Designentwurf kommen jeweils innerhalb von 24 Stunden, das Muster braucht 7 bis 10 Tage, die Serienproduktion 7 bis 15 Tage. Rechnet man die Freigabe dazu, sollte die Bestellung im Januar oder Anfang Februar ausgelöst werden. Wer im März bestellt, bekommt die Medaillen rechtzeitig, verliert aber die Musterrunde – und damit die Möglichkeit, die Gravurlesbarkeit vor der Serie zu prüfen.

Der nächste Schritt: Ausschreibung statt Formular

Der schnellste Weg zu einem belastbaren Angebot ist kein Konfigurator, sondern ein Blick in Ihre Ausschreibung. Schicken Sie uns die Wertungsklassen mit Jahrgängen, die Zahl der Disziplinen pro Klasse und das Datum der Siegerehrung – wir leiten daraus die Stückzahl, die Variantenliste und einen Größenvorschlag ab und schicken beides innerhalb von 24 Stunden zurück: einen Designentwurf und ein Angebot mit gestaffelten Stückzahlen.

Für die meisten Leichtathletik-Veranstaltungen reicht am Ende ein Design mit einem variablen Feld. Das ist keine Sparlösung, sondern die einzige Bauweise, die 40 Wertungsklassen und 100 Stück Mindestmenge zusammenbringt, ohne dass die Siegerehrung nach Sortiment aussieht. Wie eine solche Serie für Vereine aufgebaut ist, zeigen unsere Sportmedaillen; wenn Sie vorher wissen wollen, welche Angaben wir für ein Angebot brauchen, genügt eine kurze Nachricht mit der Ausschreibung.