„Können Sie die Medaille auch aus Holz machen?” Diese Frage stellen uns im Jahr gefühlt immer mehr Kunden — und sie ist selten eine Geschmacksfrage. Meistens steckt ein konkreter Anlass dahinter: ein Nachhaltigkeitspreis, ein Waldlauf, ein Firmenjubiläum mit Umweltbezug, ein Kinderprojekt. Wir fertigen seit 2010 in unserer eigenen Fabrik in Huizhou, Guangdong, und haben in dieser Zeit beide Welten ausgebaut — die klassische Metallmedaille im Druckguss und die gelaserte Holzmedaille. Welche Materialien wir dabei im Regal haben, zeigt unser Material-Ratgeber für Medaillen. Hier gehen wir auf Holz im Speziellen ein.

Das erwartet Sie in diesem Beitrag: warum Kunden zu Holz greifen, wie sich die vier gängigen Holzarten in der Gravur unterscheiden, was der Laser kann und was nicht, wie sich die Kosten gegen Metall rechnen — und an welchem Punkt wir Ihnen ehrlich von Holz abraten.

Warum überhaupt Holz?

Es gibt vier wiederkehrende Auslöser, und sie unterscheiden sich deutlich in dem, was danach technisch folgt.

AuslöserWas dahinterstecktWas daraus technisch folgt
Nachhaltigkeits- oder UmweltpreisDie Medaille soll das Thema transportierenNaturmaterial, kein Galvanikbad, keine Metallemission
Waldlauf, Naturpark-Lauf, Firmenlauf mit UmweltbezugDie Veranstaltung hat ein grünes Selbstverständnisleichtes Gewicht, weil lange getragen wird
Firmenjubiläum oder MitarbeitergeschenkEtwas anderes als die übliche GoldmedailleKombination Holzkorpus mit Metallemblem
Kinder- und JugendprojekteGewicht und Sicherheitsehr leicht, keine scharfen Metallkanten

Der erste Punkt wiegt am schwersten: Holz ist das einzige Material in unserem Programm, das ohne jedes Galvanikbad auskommt. Keine Kupferschicht, kein Farbbad, kein Versiegelungsbacken. Wer eine Medaille mit Umweltaussage vergibt, will genau das — und kann es im Zweifel auch auf der Rückseite der Medaille vermerken lassen.

Ein zweiter Grund ist schlicht das Gewicht. Eine 50-mm-Medaille aus Zinklegierung bringt bei 2 mm Wandstärke gut 20 bis 30 g auf die Waage, weil Zamak mit 6,7 g/cm³ ein vergleichsweise dichtes Material ist. Dieselbe Medaille in Buche wiegt einen Bruchteil davon. Bei Veranstaltungen, bei denen die Medaille mehrere Stunden oder einen ganzen Tag um den Hals getragen wird — Wanderungen, Waldläufe, Firmenläufe — ist das kein Nebenaspekt.

Ein dritter Grund taucht in den letzten Jahren immer häufiger auf: Die Medaille soll die Aussage selbst transportieren. Wir werden regelmäßig von Veranstaltern gefragt, ob sich der Umweltbezug des Events im Material widerspiegeln lässt. Eine galvanisierte Metallmedaille kann das nicht leisten — sie durchläuft Bäder, und genau das ist bei einem Nachhaltigkeitspreis das falsche Signal. Holz kann es, und zwar ohne dass wir behaupten müssten, Metall sei schlecht. Es ist nur für diese Aussage das falsche Medium.

Und ein vierter, pragmatischer Grund: die Optik. Nicht jede Auszeichnung soll glänzen. Bei einem Preis, der in einem Büro oder auf einem Sideboard landet, wirkt eine matte, warme Holzoberfläche oft stimmiger als Hochglanzgold. Wir haben Kunden, die genau deshalb umgestiegen sind — ohne jedes Nachhaltigkeitsthema, nur wegen der Wirkung.

Die vier Holzarten im direkten Vergleich

Wir verarbeiten vier Hölzer. Der Unterschied liegt nicht in der Haltbarkeit, sondern im Kontrast der Gravur und in der Anmutung der Oberfläche.

HolzartMaserungGravurkontrastGewichtTypischer Einsatz
Buchefein, gleichmäßig, hellsehr gut — der Brand hebt sich klar ableichtStandard für Holzmedaillen
Eichegrob, ausgeprägt, dunklergut, aber unruhiger Untergrundschwererrepräsentative Ehrungen
Sperrholz (Birke)ruhig, gleichmäßiggutsehr leichtflächige Formen, knappes Budget
Bambusstreifig, charakteristischmittel bis gutleichtNachhaltigkeitsprojekte

Buche ist unser Standard, und das hat einen handfesten Grund: Die feine, gleichmäßige Maserung liefert einen ruhigen Untergrund. Eine Lasergravur arbeitet mit Hitze — das Holz verbrennt an den beaufschlagten Stellen und wird dunkelbraun. Je ruhiger die Fläche darunter ist, desto klarer liest sich feine Schrift. Auf Buche sind auch zweizeilige Beschriftungen mit kleiner Schrift noch gut lesbar.

Eiche wirkt hochwertiger und ist härter, aber die grobe Maserung konkurriert optisch mit der Gravur. Bei einem großflächigen Logo ist das kein Problem; bei einem dreizeiligen Text mit Jahreszahl wird es unruhig. Wir empfehlen Eiche deshalb für Medaillen mit wenig Text und kräftigem Motiv.

Sperrholz aus Birke ist die günstigste Variante. Für flächige Formen — ein Blatt, ein Baum, eine Tierkontur — ist sie völlig ausreichend. Der eine Punkt, den Sie kennen sollten: Die Schnittkanten zeigen die Schichtung. Manche Kunden finden genau das reizvoll, andere störend. Sagen Sie uns vorab, welche Richtung Sie bevorzugen, dann legen wir die Form entsprechend aus.

Bambus wird häufig gewählt, wenn das Nachhaltigkeitsthema im Vordergrund steht. Es ist sehr hart, wächst schnell nach und hat eine charakteristische Streifenstruktur. Bei feinem Text ist es die anspruchsvollste der vier Varianten.

Was der Laser kann — und wo seine Grenzen liegen

Dieser Abschnitt ist der wichtigste in diesem Beitrag, weil hier die meisten Fehlplanungen entstehen.

Der Laser schneidet und graviert. Beim Schneiden folgt er einer Kontur — Kreis, Blatt, Baum, Ihr Logo als Silhouette. Beim Gravieren verdampft er Material an der Oberfläche und hinterlässt einen dunkelbraunen Brand. Beides geschieht ohne Werkzeug. Es gibt keine Form, die gebaut werden müsste, keine Rüstkosten und keine Mindestauflage, die sich über ein Werkzeug amortisieren muss.

Die Grenze liegt in der Linienbreite. Erfahrungsgemäß ist eine Linie ab etwa 0,5 mm sauber darstellbar. Darunter wird der Brand breiter als die geplante Linie, und Buchstaben laufen ineinander. Das ist eine ganz andere Größenordnung als bei Metall: Auf einer Zinklegierung arbeiten wir bei der Lasergravur mit Linienbreiten bis 0,1 mm, weil dort kein Brand entsteht, sondern eine Materialabtragung in einer harten, homogenen Schicht. Wer von einer gravierten Metallmedaille kommt und denselben Textumfang auf Holz erwartet, wird enttäuscht.

Die praktische Konsequenz: Text auf die Rückseite. Vorderseite das Motiv, Rückseite Name, Datum, Platzierung — dort ist Platz, und dort kann die Schrift größer ausfallen. Bei sehr langen Namen oder mehrzeiligen Beschriftungen ist das der einzige Weg, der zuverlässig gut aussieht. Alle Varianten von einzeilig bis mehrzeilig, die wir auf Metall umsetzen, sind auf der Seite Medaillen mit Gravur zusammengefasst; die dort beschriebenen Zeilenzahlen gelten für Holz nur eingeschränkt, die Prinzipien der Rückseitengestaltung aber vollständig.

Ein zweiter Punkt betrifft die Tiefe. Holzgravuren sind flach. Es gibt kein mehrstufiges Relief, keine Durchbrüche und keine erhabenen Flächen, die über das Material hinausstehen — jedenfalls nicht aus dem Holz selbst. Was möglich ist: ein aufgesetztes Metallemblem in der Mitte. Das ist eine beliebte Kombination für Firmenjubiläen und Nachhaltigkeitspreise — Naturmaterial außen, ein farbig emaillierter oder galvanisierter Akzent innen. Der Metallteil entsteht in unserer Druckgießerei, der Holzkorpus wird separat gelasert, beide werden montiert.

Und noch ein Unterschied, der in der Praxis häufiger zählt als erwartet: Farbe. Auf einer Metallmedaille füllen wir Farbflächen mit Weich-Emaille ein; die minimale Stegbreite dafür liegt bei 0,3 mm, darunter läuft die Farbe zu. Auf Holz gibt es diese Möglichkeit nicht. Farbige Akzente entstehen über eingefärbtes Holz, über ein farbiges Band oder eben über ein aufgesetztes Metallteil. Ein vierfarbiges Vereinswappen lässt sich auf Holz nicht darstellen. Wer das braucht, braucht Metall.

Formen: freie Kontur statt Werkzeug

Der größte praktische Vorteil von Holz ist die Formfreiheit.

Bei einer Metallmedaille entsteht das Motiv in einem Stahlwerkzeug. Wir vergießen Zamak bei 385 °C auf 88-Tonnen-Druckgussmaschinen; die Form entscheidet, was herauskommt, und jede Änderung danach kostet ein neues Werkzeug. Das ist wirtschaftlich, sobald die Auflage stimmt — bei 100 Stück pro Design liegt unsere Mindestbestellmenge genau aus diesem Grund dort.

Bei einer Holzmedaille gibt es dieses Werkzeug nicht. Der Laser folgt einer Vektordatei. Ein Blatt, ein Baum, eine Tierkontur, Ihr Logo als Silhouette — alles ist gleich teuer, weil die Konturlänge kaum ins Gewicht fällt, sondern die Laserzeit. Das hat eine angenehme Folge: Kleine Auflagen sind auf Holz häufig günstiger als auf Metall, weil kein Werkzeugposten in die Kalkulation läuft. Bei großen Serien dreht sich das Verhältnis, weil die Laserzeit pro Stück ein eigener Kostenfaktor ist und der Guss pro Stück schneller läuft.

Eine grobe Faustregel aus unseren Angeboten der letzten Jahre:

AuflageHolz oder Metall?Begründung
30–99 StückHolz meist günstigerkein Werkzeugposten
100–300 Stücketwa gleichWerkzeug beginnt sich zu amortisieren
300–1.000 StückMetall meist günstigerLaserzeit pro Stück summiert sich
über 1.000 Stückklar MetallGuss läuft automatisiert, 30.000 Stück pro Tag Kapazität

Diese Tabelle ersetzt keine Kalkulation — sie zeigt nur die Richtung. Wir rechnen beide Varianten auf Wunsch nebeneinander durch.

Der Hybrid: Holzkorpus mit Metallemblem

Die häufigste Sonderausführung bei Holz ist die Kombination: ein Korpus aus Buche oder Eiche, darauf ein gegossenes Metallemblem als Mittelstück. Beides entsteht bei uns im Haus — der Metallteil in der Druckgießerei, der Holzkorpus auf den Laseranlagen — und wird anschließend montiert.

Warum diese Konstruktion so oft gewählt wird, liegt an einer simplen Beobachtung: Holz trägt die Aussage, Metall trägt die Detailtiefe. Ein farbiges Firmenlogo mit feinen Linien lässt sich auf Holz nicht darstellen; gegossen und emailliert schon. Umgekehrt wirkt ein reines Metallstück bei einem Nachhaltigkeitspreis thematisch verfehlt. Der Hybrid löst beides gleichzeitig.

VarianteAufbauGeeignet für
Reines Holzgelaserter Korpus, ein- oder zweiseitig graviertWaldläufe, Kinderprojekte, Naturpreise
Holz mit MetallemblemKorpus plus aufgelegtes, emailliertes MetallteilFirmenjubiläen, Nachhaltigkeitspreise
Holz mit MetalleinfassungMetallring um einen runden Holzkernrepräsentative Einzelstücke
Holz mit GravurplatteKorpus plus gravierte Metallplatte auf der RückseiteSerien mit wechselnden Namen

Die vierte Variante ist bei Serien mit Personalisierung die praktischste: Der Holzkorpus bleibt identisch, die aufgesetzte Metallplatte wird pro Empfänger graviert. So lassen sich Name, Dienstjahre und Datum in der feinen Schrift umsetzen, die der Laser auf Holz nicht erreicht.

Bei der Montage achten wir darauf, dass das Metallteil bündig sitzt. Ein erhaben aufgesetztes Emblem kann an Kleidung hängen bleiben — bei einer Medaille, die getragen wird, ist das ein Ausschlusskriterium. Wir senken das Emblem deshalb leicht ein oder wählen eine flache Ausführung.

Verpackung: wie die Medaille ankommt

Bei Holzmedaillen wird die Verpackung häufiger unterschätzt als bei Metall — vermutlich, weil das Material selbst schon „natürlich” wirkt und die Verpackung deshalb nebensächlich erscheint. Das Gegenteil ist der Fall: Eine Holzmedaille in einem glänzenden Kunststoffbeutel verliert den halben Effekt.

VerpackungWirkungPassend zu
Einzelbeutel (PP)funktional, neutralMassenveranstaltungen, Kinderläufe
Reißverschlussbeutelordentlich, wiederverschließbarTeilnehmermedaillen
Samtbeuteledel, weichJubiläen, Ehrungen
Karton mit Sichtfenstersolide, präsentierbarFirmengeschenke
Etui aus HartkartonrepräsentativÜbergaben mit Zeremonie
Schachtel aus Recyclingkartonstimmig zum MaterialNachhaltigkeitspreise

Die letzte Zeile ist bei Holz eine naheliegende Wahl und kostet kaum mehr als ein Standardkarton. Bei Übergaben mit Zeremonie — einer Jubiläumsfeier, einer Preisverleihung im Rahmen einer Veranstaltung — ist das Etui die Investition wert; eine Medaille, die lose überreicht wird, wirkt unfertig.

Ein praktischer Punkt zum Schluss: Wir verpacken Holzmedaillen einzeln. Naturmaterial kann sich gegenseitig verkratzen, wenn die Teile lose in einem Karton liegen, und ein verkratzter Holzkern lässt sich nicht nachpolieren wie eine Metalloberfläche. Einzelverpackung kostet wenig und verhindert den Ärger.

Bänder: was zu Holz passt

Ein Band kann eine Holzmedaille retten oder ruinieren. Ein breites, glänzendes Polyesterband in Signalrot sieht neben Buche falsch aus; das Auge erwartet zum Naturmaterial ein Naturmaterial.

Bewährt haben sich Baumwollkordeln, Jutebänder und schmale Satinbänder in Naturtönen. Alle drei lassen sich bedrucken — Vereinsname, Laufname oder Jahr. Bei Kordeln ist der Druck weniger kontrastreich als auf Satin, dafür wirkt das Gesamtbild stimmiger.

Zur Orientierung: Das Standardband für Metallmedaillen misst 860–900 mm in der Länge und 20–30 mm in der Breite. Für Holzmedaillen wählen Kunden meist eine schmalere Variante, weil die Medaille leichter ist und das Band sonst optisch dominiert. Für Kinder kürzen wir auf 600–700 mm, damit die Medaille nicht bis auf die Knie baumelt — bei einer leichten Holzmedaille ist das weniger kritisch als bei einer schweren Metallmedaille, gilt aber genauso.

Witterung: der Punkt, den viele unterschätzen

Holz ist ein Naturmaterial und reagiert auf Feuchtigkeit. Im Innenbereich ist eine Holzmedaille praktisch unbegrenzt haltbar. Draußen — bei Regen, bei Schweiß, bei längerer Sonneneinstrahlung — graut unbehandeltes Holz nach ein bis zwei Jahren aus und kann sich verziehen.

Deshalb die erste Frage, die wir bei Holzmedaillen stellen: Wird die Medaille drinnen oder draußen getragen? Bei einer Veranstaltung im Freien versehen wir die Oberfläche mit einem Schutzlack. Das kostet einen kleinen Aufpreis und verlängert die Haltbarkeit erheblich. Bei reinen Innenanwendungen — Preisverleihung, Jubiläum, Geschenk — können Sie darauf verzichten und die natürliche Oberfläche behalten.

Das ist der deutlichste Unterschied zur Metallmedaille: Eine galvanisierte Zinkmedaille durchläuft eine feste Folge von Bädern, unter anderem eine alkalische Verkupferung von rund 500 Sekunden als Haft- und Korrosionsschutzschicht. Danach ist sie gegen Handschweiß und Witterung weitgehend unempfindlich. Holz braucht stattdessen eine Versiegelung — und die ist eine Beschichtung, die sich unter starker Beanspruchung abtragen kann.

Für reine Outdoor-Veranstaltungen mit langer Tragezeit raten wir deshalb häufiger zu Metall. Für Waldläufe und Nachhaltigkeitsläufe mit überschaubarer Dauer ist Holz trotzdem die stimmigere Wahl — und hier greifen viele Veranstalter genau dazu: Laufmedaillen planen wir in beiden Materialien, und die Entscheidung fällt meist am Charakter der Strecke, nicht am Preis.

Kosten: wie sich eine Holzmedaille zusammensetzt

Vier Posten bestimmen den Stückpreis. Der erste überrascht die meisten.

KostenpostenWirkungHebel
Laserzeitdominiert bei Holz — Kontur plus GravurMotiv flächig halten, feine Flächenfüllungen vermeiden
Holzart und StärkeBuche günstiger als Eiche oder Bambusnach Optik wählen, nicht nach Prestige
Schutzlackkleiner Aufpreisnur bei Außeneinsatz nötig
Band und Verpackung0,25 bis 1,20 Euro je Ausführunggemeinsam mit der Medaille bestellen

Der Werkzeugposten fehlt in dieser Tabelle absichtlich — bei Holz fällt er nicht an. Genau das macht kleine Auflagen wirtschaftlich.

Unsere Mindestbestellmenge liegt bei 100 Stück pro Motiv. Bei Holzmedaillen erreichen auch kleine Vereine diese Menge, weil Nachbestellungen problemlos möglich sind: Die Vektordatei liegt bei uns, eine Nachproduktion braucht keine Rüstzeit.

Der Zeitplan

Der Ablauf ist bei Holz etwas kürzer als bei Metall, weil Werkzeugbau und Erstmuster entfallen beziehungsweise schneller gehen.

SchrittDauer
Angebotinnerhalb von 24 Stunden
Designvorschlag mit Gravurvorschauinnerhalb von 24 Stunden, kostenlos
Muster7–10 Tage
Serienproduktion nach Freigabe7–15 Tage
VersandExpress 3–7 Tage

Dass die 7 bis 15 Tage auch bei mehreren parallelen Aufträgen realistisch bleiben, liegt an der Kapazität: Unsere Fabrik fertigt über 30.000 Medaillen pro Tag. Holz läuft auf eigenen Anlagen neben dem Druckguss, sodass sich beide Spuren nicht gegenseitig blockieren.

Ein Hinweis aus der Praxis: Bei Holz ist das Muster besonders wichtig, weil der Gravurkontrast von der konkreten Holzcharge abhängt. Zwei Buche-Platten können unterschiedlich hell sein. Ein physisches Muster zeigt Ihnen das Ergebnis verbindlich — eine Bildschirmvorschau kann das nicht leisten.

Qualitätssicherung

Jede Bestellung durchläuft bei uns drei Kontrollstufen: nach der Bearbeitung, nach dem Finish und nach der Montage. Bei Holzmedaillen prüfen wir zusätzlich, ob die Gravur über die ganze Serie gleichmäßig ausgefallen ist — bei Naturmaterial ist das die einzige Stelle, an der Stück zu Stück Abweichungen auftreten können. Wir sortieren Teile mit auffälligen Maserungsfehlern oder ungleichmäßigem Brand vor der Verpackung aus.

Diese drei Stufen sind bei uns Standard und nicht gegen Aufpreis erhältlich. Ein Anbieter, der Ihnen seine Prüfschritte nicht benennen kann, hat vermutlich keine.

Was bei Holzmedaillen schiefgeht

Zu feiner Text. Wie oben beschrieben: unter etwa 0,5 mm Linienbreite wird der Brand breiter als die Linie. Lieber größer und auf die Rückseite.

Ein farbiges Wappen erwartet. Auf Holz gibt es keine Emaille. Vierfarbige Logos funktionieren nicht.

Schutzlack vergessen bei Outdoor-Veranstaltungen. Nach zwei Sommern ist die Medaille grau.

Das falsche Band. Ein breites Signalband neben Buche wirkt wie ein Fremdkörper.

Kein Muster verlangt. Bei Naturmaterial ist die Charge entscheidend. Ein Muster kostet wenig und verhindert die häufigste Enttäuschung.

Holz für eine 5.000er-Auflage. Ab dieser Größenordnung ist Metall wirtschaftlicher, weil der Guss automatisiert schneller läuft als der Laser.

Wann wir von Holz abraten

Ehrlicherweise ist Holz nicht für jeden Anlass die richtige Wahl. Wir raten davon ab, wenn Sie ein mehrfarbiges Motiv brauchen, wenn die Auflage über 1.000 Stück liegt, wenn die Medaille dauerhaft im Freien getragen wird oder wenn ein tiefes dreidimensionales Relief Teil der Aussage ist.

In diesen Fällen ist Metall die vernünftigere Entscheidung — und wir fertigen beides, sodass die Beratung nicht davon abhängt, was wir lieber verkaufen. Für Dauerehrungen, die an einer Wand hängen bleiben, ist oft eine Kombination die beste Lösung: eine Plakette aus Holz für den bleibenden Ort und eine Medaille für die Übergabe.

Häufige Fragen

Sind Holzmedaillen günstiger als Metallmedaillen?

Nicht grundsätzlich. Bei kleinen Stückzahlen meistens ja, weil kein Werkzeugposten anfällt. Bei großen Serien dreht sich das Verhältnis, weil die Laserzeit pro Stück ein eigener Kostenfaktor ist. Wir kalkulieren beide Varianten auf Wunsch nebeneinander.

Wie lange halten Holzmedaillen?

Im Innenbereich praktisch unbegrenzt. Im Außenbereich sollte die Oberfläche versiegelt sein — ohne Schutzlack graut unbehandeltes Holz nach etwa ein bis zwei Jahren aus. Sagen Sie uns einfach, ob die Medaille drinnen oder draußen getragen wird.

Welche Holzart gibt den besten Gravurkontrast?

Buche. Die feine, gleichmäßige Maserung liefert den ruhigsten Untergrund, sodass auch kleinere Schrift sauber lesbar bleibt. Eiche wirkt hochwertiger, ist bei feinem Text aber unruhiger.

Kann ich ein farbiges Logo auf eine Holzmedaille bringen?

Nicht direkt. Auf Holz gibt es keine Emaille-Einlage; farbige Akzente entstehen über eingefärbtes Holz, ein farbiges Band oder ein aufgesetztes Metallemblem in der Mitte. Für ein mehrfarbiges Wappen empfehlen wir Metall.

Wie fein darf die Gravur sein?

Eine Linienbreite ab etwa 0,5 mm ist gut darstellbar. Darunter wird der Brand breiter als die Linie. Für sehr kleine Schrift empfehlen wir, den Text auf die Rückseite zu legen und dort größer zu setzen.

Können wir bei 120 Stück jedes Jahr nachbestellen?

Ja. Die Vektordatei bleibt bei uns hinterlegt, eine Nachproduktion braucht keine Rüstzeit und keine neuen Formkosten. Das ist bei Holz noch unkomplizierter als bei Metall, weil schlicht kein Werkzeug existiert.


Sie überlegen, ob Holz zu Ihrem Anlass passt? Schicken Sie uns Motiv, Stückzahl und Termin über die Kontaktseite — wir legen den Entwurf in 24 Stunden kostenlos an, zeigen die Gravurvorschau auf der von Ihnen gewählten Holzart und sagen Ihnen offen, falls Metall die bessere Wahl wäre. Alle Varianten auf einen Blick finden Sie unter Holzmedaillen.